Bereits zum fünften Mal beehrt uns die „Sniper Elite“-Reihe mit Taktik-Shooter-Action, coolen Sandbox-Spielereien und natürlich seiner berüchtigten Killcam. An der Erfolgsformel hat sich dabei nichts geändert, viel mehr liefert Entwickler Rebellion einige Verbesserungen. Allein die sollten für Fans jedoch Grund genug sein, mal wieder zur Flinte zu greifen. Wir zeigen euch, ob sich Sniper Elite 5 lohnt!

Sniper Elite 5 Screenshot #1

Sniper Elite 5: Story-technisch geht mehr

Erzählerisch schlägt „Sniper Elite 5“ keine großen Wellen. Vor und nach den Missionen gibt es kurze Zwischensequenzen, in denen unsympathische Charaktere euch einen vagen Grund dafür liefern, mehr Nazis zu meucheln. Weder die Bösewichte noch die französischen Widerstandskämpfer hinterlassen dabei jedoch einen bleibenden Eindruck. Einerseits sind die „Sniper Elite“-Spiele darauf ausgelegt, Schleichpassagen und spektakuläre Scharfschützen-Schüsse zu verbinden, und zelebrieren eure besten Treffer mit brutalen Röntgen-Aufnahmen eurer Opfer. Andererseits will die Geschichte euch ein historisches Drama liefern, das vor überbeanspruchten Klischees nur so trieft. Wer die Kampagne durchspielt, darf bereits jetzt in die Haut verschiedener Nebencharaktere schlüpfen.

Sniper Elite 5 Screenshot #2

Solide unveränderte Spielerfahrung

Auch spielerisch hat sich auf den ersten Blick gar nicht so viel verändert. Wir wählen nach wie vor zunächst unser Arsenal aus. Dabei gibt es jeweils sechs Gewehre und SMGs. Das wirkt zwar zunächst etwas mau, doch lassen sich die Waffen dieses Mal mit in Missionen gefundenen Teilen umbauen, um sie an den eigenen Spielstil anzupassen. Die Auswahl an Waffen ist spielerisch trotzdem deutlich beschränkter als in den vorigen Teilen, selbst mit Anpassungen fühlt sich das Arsenal viel kleiner an. Das liegt einerseits daran, dass die Schrotflinten, die es früher gab, komplett wegfallen, aber auch daran, dass ihr deutlich weniger Fallen zur Verfügung habt als früher. Stolper-, S- und Landminen wurden alle in ein einzelnes Gadget zusammengefasst. Dafür gibt es jetzt verschiedene Munitionstypen wie Gummigeschosse oder Mach-Munition, die euch das nicht tödliche Ausschalten von Gegnern respektive das Schießen über große Distanzen ermöglichen.

Sniper Elite 5 Screenshot #3

Grafisch überzeugend, dennoch gehemmt

Eine Sache, die wir über die Grafik im Allgemeinen anmerken wollen, ist, dass die Verbesserungen für die neueren Konsolen ein wenig zurückgenommen wurden – sonst hätten die PS4- und Xbox One-Versionen zu kämpfen. Es gibt immer noch feine Details und eine allgemeine Schärfe für neuere Maschinen, die beeindruckend sind, aber wir würden sagen, dass es eher eine Evolution als eine Revolution ist, was die Gesamtpräsentation angeht.

Sniper Elite 5 Screenshot #4

Fazit

„Sniper Elite 5“ ist ein gutes Spiel, vielleicht sogar ein hervorragendes. Das liegt aber nicht zuletzt daran, dass sich seit „Sniper Elite 4“ fast nichts geändert hat. Optisch gibt’s hier ein Update, spielerisch und gerade bei der Auswahl an Gadgets fühlt es sich eher wie Stagnation an. Euer Spielspass mit „Sniper Elite 5“ hängt also ein Stück weit davon ab, wie sehr euch die Serie bisher gefiel. Wer vorher nichts damit anfangen konnte, wird hier sicher nicht eines Besseren belehrt. Für Neueinsteiger oder Fans gibt es viel zu entdecken und zu erleben – selbst wenn nur selten etwas dabei ist, was man so noch nie gesehen hat.


Entwickler: Rebellion – Genre: Shooter – Getestet auf: PS5 – Release: 26.05.2022


Sniper Elite 5
PRO
Solides Gameplay
KONTRA
Keine richtigen Innovationen
83

Gut

Sniper Elite 5 kaufen

Vielen Dank an Marchsreiter PR für die Zusendung des Review Codes!

Weitere Informationen zum Spiel findest Du hier!
Auch interessant: Sniper Elite 4 im Test oder Sniper Elite V2 Remastered im Test

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.