Spiele zu Film-Franchises sind immer eine heikle Angelegenheit. Es gibt gute Beispiele, wie z.B. das exklusive Spider-Man oder auch die Batman Arkham-Reihe. Ein eher schlechtes Beispiel ist z.B. Rambo The Video Game aus 2013, welches durch Reef Entertainment erschien. Unter diesem Publisher erschien nun auch Terminator Resistance. Ein echter Ego-Shooter, der vor den Filmen spielt. Ist der neue Versuch gelungen oder reiht sich der Titel zu den Negativbeispielen ein? Wir haben Terminator Résistance gespielt und sagen euch unsere Meinung!

Die Geschichte passend zu den Filmen

Die Geschichte im Spiel spielt vor den Filmen. Man selbst spielt Jacob River, ein Soldat der Norddivision. Nachdem diese von Skynet und einem mysteriösen Infiltrator zerschlagen wurde, sucht er Zuflucht bei der Süddivision. Mit einer Gruppe von Sammlern lernt er Baron, die Kommandantin kennen. Dort erfährt Rivers mehr über Skynet und kann auch selbst Terminatoren durch neue Plasmawaffen ausschalten.

Dass sich die Geschichte dann so zuspitzt, wie sie es am Ende tut, hat wohl auch er nicht erwartet.

Man kann durch Dialogoptionen und Nebenmissionen Vertrauen zu seinen Mitmenschen aufbauen und so die Geschichte beeinflusse. Zumindest theoretisch, denn eigentlich verändert sich das Ende nur ein wenig. Spielentscheidend ist dabei aber leider nichts.

Allgemein passt die Story gut in das Terminator Universum und ist teilweise auch recht interessant. Das Problem ist nur, dass sich an keinem Punkt im Spiel eine Art von Spannung aufbaut. Vielleicht liegt es zusätzlich am schwachen Soundtrack, aber wäre Terminator Resistance nicht so kurz, würde man wohl schon vor Spielende die Lust an der Geschichte verlieren.

Hasta la vista Innovationen

Terminator Resistance ist ein klassischer First Person Shooter. Die Spielwelt setzt sich aus mehreren größeren Gebieten zusammen, welche schon recht unterschiedlich sind aber an großer „Detaillosigkeit“ leiden. Missionen sehen oft so aus, dass man im „Headquarter“ Aufgaben bekommt und dann in einem anderen Gebiet etwas zerstören oder holen muss. Im Headquarter bekommt man auch Nebenmissionen, welche man schnell neben den Hauptaufgaben erledigen kann.

Vor Release wurde öfter davon gesprochen, dass viele Stealth-Elemente vorhanden sind… Im finalen Spiel macht das aber einfach keinen Unterschied. Man kann zwar an Feinden vorbeischleichen, aber im Endeffekt bekommt man mehr Loot durch getötete Gegner. Die Gegner sind durchweg im gesamten Spiel nur Roboter, mit unterschiedlichen Schwachpunkten und Angriffen.

Das Loot, welches man durch Gegner bekommen kann und was in der Spielwelt herumliegt, kann man in zweierlei Weisen nutzen. Zum einen gibt es Handelsressourcen, womit man Gegenstände bei Händlern erwerben kann und zum anderen gibt es Ressourcen, womit man an Werkbänken Munition, Medizin oder Granaten craften kann. 

Als Waffen gibt es neben einem Rohr für den Nahkampf viele Schusswaffen. Eine Pistole, ein SMG, Schrotflinte oder Gewehr. Die coole Abwechslung dazu sind die Plasmawaffen, welche man zwingend für stärkere Gegner benötigt. Diese kann man zusätzlich noch durch Bausteine umbauen.

Ein Levelsystem gibt es auch. Hier kann man verschiedenste Vorteile freischalten, wodurch man z.B. besser hacken kann oder weniger Schaden einsteckt.

Bezüglich des Hackens und auch dem Schlösserknacken… Diese wurden durch langweilige Minispiele gelöst…

Insgesamt fühlen sich die Waffen schon recht gut an und Missionen machen auch spaß, aber man kennt wirklich schon alles. Level sehen absolut austauschbar aus, Waffen ebenfalls und die Systeme zum craften, Leveln oder Handeln sind absolut nichts Neues. Einzig die Gegner wurden echt cool umgesetzt und lassen einen positiv an die Filme erinnern.

Terminator Resistance und die Resistenz gegen gute Technik

Schon vorher war klar, dass man hier kein technisches Wunderwerk bekommen wird. Was am Ende jedoch herausgekommen ist, ist zum Teil etwas schockierend. Die Grafik wirkt sehr altbacken und übertrieben gesagt, wie eine 4K-Portierung eines PS3 Spiels. Was es dann doch davon abhebt sind Lichteffekte. Darüber hinaus sind Animationen, Charaktere und auch die Waffen echt keine Meisterleistung und sehen einfach altbacken aus. Auf der PS4 Pro kann man die Bildrate auf unendlich stellen, aber selbst da kommt es besonders zum Ende des Spiels zu teils echt starken Rucklern… 

Immerhin sind die Ladezeiten relativ kurz und auch der Sound ist recht solide. Eine deutsche Synchronisation gibt es nicht, was aber vermutlich ein Vorteil ist.

Insgesamt ist die Technik gerade noch so in Ordnung. Die Ruckler treten zu selten auf, um ein wirkliches Problem zu sein, aber bei einem Spiel mit dieser Grafik sollte man sowas echt vermeiden können. Neben ein paar Clippingfehleern, gab es aber zumindest keine stark auffälligen Bugs.

Terminator Resistance macht schon Laune, das kann man nicht leugnen, aber nach dem Durchspielen ist man schon ein wenig froh, dass es vorbei ist. Gerade wenn man den Preis von 60€ bedenkt, weiß man, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis einfach nicht passt. Dafür gibt es zu wenig Spielzeit, keinen Wiederspielwert und einfach nichts Besonderes. Leider hat sich hier wieder gezeigt, dass Spieladaptionen von Filmen richtig gemacht werden müssen und ein 0815 Spiel einfach nicht ausreicht.


Entwickler: Teyon – Genre: Shooter –Getestet auf: PS4 Pro – Release: 15.11.2019 – Mikrotransaktionen: nein


Vielen Dank an Koch Media für den Review Key!

Terminator Resistance
FAZIT
Im Sale für Trophy-Hunter vielleicht ganz interessant. Ansonsten muss man schon sehr großer Terminator Fan sein!
Besucherbewertung1 Bewertung
46
PRO
Coole Gegner
Waffen fühlen sich gut an
KONTRA
Veraltete Technik
Keine Spannung
54

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Finale Bewertung

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