In den vergangenen Jahren erschienen immer wieder asymmetrische Multiplayer Games. Neben Friday the 13th oder Dead by Daylight, kam als letztes noch Resident Evil Resistance dazu! Dazu gesellt sich nun noch Predator: Hunting Grounds. Hier spielen vier Soldaten gegen einen mächtigen Predator. Funktioniert dieses Prinzip oder hätte man den Predator lieber im Wald gelassen? Wir haben das Spiel von beiden Seiten getestet und sagen euch, ob sich ein Kauf lohnt!

Das Feuerteam: Der Klassiker

Spielt man auf der Seite des Feuerteams, also als Soldat, so ist Predator: Hunting Grounds im Grunde ein klassischer Ego-Shooter. Man hat ein Waffenloadout und beginnt dann mit drei anderen Mitspielern die Mission. Die Missionsziele sind dabei recht unterschiedlich, kommen aber im Endeffekt auf das Gleiche hinaus. Mal sammelt man Informationen zu Drogen und zerstört die Lager anschließend, mal sammelt man Informationen von Computern und mal muss man hochrangige Gegner töten. Dabei trifft man auf einige KI Gegner, welche in den meisten Fällen jedoch nur Kugelfresser darstellen, da man sie sofort auf der Karte sieht und dementsprechend reagieren kann. Dabei ist jedoch ziemlich cool, dass die Vegetation auf der Map sehr stark auf die eigenen Schüsse reagiert und auch zerstört wird.

Das Waffenfeeling ist dabei erstaunlich gut und besonders das Trefferfeedback der Gegner macht unglaublich viel Laune. Was am Anfang nämlich etwas unscheinbar wirkt, fällt einem immer mehr auf. Predator: Hunting Grounds ist durchaus ziemlich brutal. Blut spritzt einiges und auch Körperteile lassen sich relativ leicht abtrennen.

Etwas ärgerlich ist es, dass man den Predator häufig gar nicht wirklich wahrnimmt. Es kann oft vorkommen, dass man die Mission abschließt ohne den Predator einmal gesehen oder gehört zu haben…

Der Predator: Ein Jäger aus der Ferne

Als Predator spielt man aus der Third Person Sicht und hat dabei neben dem normalen Angreifen per Klaue noch die Möglichkeit per Laser gesteuerte Waffen zu benutzen. Diese sind im Vergleich zu den Sturmgewehren natürlich um einiges stärker, jedoch ist man ja auch alleine gegen vier andere. Zusätzlich kann man sich anders fortbewegen. Zusätzlich zum wirklich schnellen Sprinten, kann man die Umgebung nutzen und auf Bäume klettern. Von da kann man sich viel besser an Gegner heranschleichen und diese überraschen. Da die Gegner recht schwer zu sehen sind, kann man auch eine Thermalsicht verwenden, wodurch Gegner sofort markiert werden. Blöd nur, dass man sich als Feuerteam mit Schlamm eindecken kann, wodurch der Predator diese mit der Sicht nicht mehr sieht.

Ein weiteres Problem ist die Stärke des Predators. Gegen ein gutes Team oder sogar ziemlich gute einzelne Spieler hat man einfach keine Chance mehr. Mitspieler kann man viel zu leicht wiederbeleben und zusammen ist ein Team eh fast unschlagbar. Abseits davon macht aber besonders das Movement großen Spaß!

Predator: Hunting Grounds und das Matchmaking

Nachdem wir die unterschiedlichen Arten des Gameplays geklärt haben, muss man noch das Mathcmaking erwähnen. Als Feuerteam ist es kein Problem ein Match zu finden. Möchte man aber auf jeden Fall den Predator spielen, sollte man viel Zeit mitbringen. Die Wartezeit ist dort nämlich meistens ca. 10 mal so lang. Crossplay mit dem PC funktioniert tadellos, doch auch das Ein- oder Ausschalten dessen macht keinen Unterschied auf die Wartezeiten. Dazu kommen noch Verbindungsabbrüche beim Spielaufbau… 

Predator: Hunting Grounds - Der Predator

Technik so stark wie der Predator?

Die technische Seite von Predator: Hunting Grounds ist zumindest auf der PS4 etwas zu kurz gekommen. Nachdem das Spiel auf den ersten Blick eigentlich recht hübsch aussieht, vermiest einem das massive Kantenflimmern und die spät ladenden Texturen vieles an Spaß. Als wäre das nicht schon genug, kommt es auch auf der PS4 Pro oft zu Einrüchen der Framerate. Allgemein fühlt sich die Steuerung wohl durch die niedrige Framerate so schwammig an.

Die Soundkulisse hingegen hört sich recht gut an und trifft den Vibe des Predators. 

Zuerst gibt es das Problem mit teils langen Wartezeiten beim Matchmaking und dann kommt noch eine mehr als fragwürdige technische Seite dazu. Hier wurde leider keine Glanzleistung abgeliefert…

Predator: Hunting Grounds macht im Grunde schon Spaß und auch die Fähigkeiten des Predators wurden ziemlich gut umgesetzt. Das Problem ist, dass sich die Maps oft nicht wirklich unterscheiden und auch sonst nicht allzu viel Content im Spiel ist. Dadurch wird das Game leider auch recht schnell eintönig. Zusätzlich gibt es Balance Probleme, denn es ist echt enttäuschend, wenn man in vielen Matches nur gegen die KI spielt und der Predator wirklich kein Gegner ist. Darüberhinaus ist es durch das Matchmaking ermüdend den Predator zu spielen…
Leider wurde das gute Konzept und die interessanten Aspekte des Predators nicht gut ausgenutzt, sodass sich das Game leider zu weiteren generischen Multiplayer Games einreiht.


Entwickler: Illfonic – Genre: Shooter – Getestet auf: PS4 Pro – Release: 24.04.2020 – Mikrotransaktionen: nein


Vielen Dank an Sony für die Bereitstellung des Reviewkeys!

Titelbild-Predator: Hunting Grounds
Predator: Hunting Grounds
Besucherbewertung1 Vote71
PRO
Tolles Trefferfeedback
Schöne Gore-Effekte
Tolle Vegetation
KONTRA
Technik suboptimal
Wenig Content
Maps recht eintönig
59
FAZIT
Predator: Hunting Grounds schießt leider am Ziel vorbei und kann am Ende nicht überzeugen. Shooter- und Predator-Fans sollten auf einen Sale warten, wobei auch da die Gefahr groß ist, dass sich die Lobbies nach einer Zeit nicht mehr füllen!
Predator: Hunting Grounds kaufen

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