Bright Memory: Infinite ist ein Soloprojekt. Nicht nur, weil es von einem einzelnen Entwickler stammt, sondern auch, weil man es in einer Solositzung durchspielen kann. Ob sich der Shooter trotzdem für die PS5 lohnt, erfährst du in diesem Test!

Bright Memory: Infinite und das schwarze Loch am Himmel

Bright Memory: Infinite spielt im Jahr 2036 und verbindet dabei hochmoderne Technik mit uralten Sagen. So wird eine Art „schwarzes Loch“ am Himmel beobachtet. Da die Wissenschaft keine Lösung dafür findet, entsendet die SRO (Supernatural Science Research Organization) ihre beste Agentin Shelia in die betroffenen Gebiete.

Dabei trifft man auf eine Vielzahl an Gegnern. Zum einen „normale“ Soldaten und zum anderen mystische Wesen aus einer Parallelwelt. 

Klingt etwas merkwürdig, oder? Ist es auch und im Grunde ist die Story auch einfach nur reines Alibi, um irgendwie einen Rahmen für die Handlungen zu schaffen. Bei der kurzen Spielzeit vielleicht gar nicht schlecht, da die Story an sich auch nicht sehr spannend ist, höchstens nur cool inszeniert.

Bright Memory: Infinite Story Cutscene

Old School Gunplay trifft flinke Parcours-Action

Erst wirkt Bright Memory: Infinite wie ein gewöhnlicher Shooter mit klassischem Gunplay. Bei den Waffen gibt es ein normales Sturmgewehr, eine Schrotflinte, ein Scharfschützengewehr oder auch eine Pistole. Etwas besonderer wird es dann bei den alternativen Feuer-Modi. Dort gibt es explodierende Projektile, Brandmunition oder auch zielsuchende Raketen. 

Hinzu kommt dann das Parcours- und Kampfsystem. Shelia hat ein Schwert und weiß durchaus, wie man damit umgeht. So kann man Gegner in die Luft hieben und diese dann dort bearbeiten. Zusätzlich kann sie Gegner an sich heranziehen und diese dann mit einer Druckwelle wegpusten. Dabei kann man dann an Wänden entlang laufen oder auch Doppelsprünge vollziehen.

Die Missionen sind dabei immer gleich aufgebaut. Man muss quasi nur den nächsten Abschnitt erreichen. Die Gegner hingegen wechseln sich durchaus ab. So gibt es neben den Soldaten auch mystische Wesen, welche zum einen mehr Leben haben und zum anderen auch andere Angriffsmuster.

Zwischen größeren Abschnitten gibt es dann auch noch Bosskämpfe, welche eigentlich immer in einer Arena stattfinden. Hier gibt es teilweise mehrere Stufen der Kämpfe und natürlich noch mehr Angriffsmuster.

Als weiteres Element kann man Shelia auch upgraden. Durch gefundene grüne Statuen lassen sich Punkte ausgeben, wodurch sie neue Angriffe erlernt oder auch ihre Waffen verbessert.

Insgesamt bietet das Gameplay nichts, was man noch nicht gesehen hat, jedoch verbindet es viele Elemente aus anderen Spielen und schafft so ein in sich schlüssiges und gut funktionierendes System, welches echt viel Spaß macht!

Bright Memory: Infinite Gameplay #1

Der vernachlässigte Controller

Oft wird tolles Gameplay von coolen DualSense Features begleitet. Bei Bright Memory: Infinite hingegen werden nur die Basics geboten. So gibt es neben tollen Vibrationen eigentlich nur den Trugger-Effekt beim Schießen, doch selbst der ist anfangs sogar deaktiviert. Hat man ihn in den Einstellungen aktiviert, werden Schüsse gut unterstützt, jedoch ist das mittlerweile einfach Standard bei Shooter geworden.

Bright Memory: Infinite Gameplay #2

Technikspektakel mit kurzer Dauer

Egal, ob Bright Memory: Infinite nun von einem Entwickler erschaffen wurde oder nicht. Es sieht echt gut aus und läuft dabei auch überraschend gut!

Auf der PS5 läuft der Shooter immer super geschmeidig und auch Bugs fallen beim Spielen erstmal nicht auf. Einzig eine komische Animation ist wirklich öfter aufgefallen. Erledigt man alle Gegner in einem Gebiet, wird der letzte Abschuss mit Slow-Mo begleitet. Wechselt man dabei aber vom Anvisieren zum normalen Gehen, so stockt das ganze Bild ganz komisch… Der Sound ist ebenfalls von guten Eltern und lässt keine Wünsche offen. 

Der große Star, die Optik ist aber wirklich ein Augenschmaus. Bis auf die Charaktermodelle der Menschen sieht alles wirklich super gut aus und besonders die Effekte können sich sehen lassen. Das Ganze erinnert ein wenig an Crysis 3 damals. Bei 60 Frames gibt es dann sogar Ray Racing. Sonst bekommt man ohne Ray Racing sogar 120 FPS, solange der TV dies unterstützt.

Insgesamt ist die Technik überaus gelungen. Sie reizt die PS5 sicherlich nicht vollständig aus, aber trotzdem kann sich das Gezeigte sehen lassen.

Bright Memory: Infinite Grafikpracht

Fazit

Selten war ein Shooter in der letzten Zeit so linear und oldschoolig. Ich habe Bright Memory: Infinite in unter zwei Stunden bei meinem ersten Playthrough beendet. Dabei hatte ich jedoch super viel Spaß und war wirklich etwas traurig, dass alles schon vorbei ist.

In meinen knapp zwei Stunden habe ich zahlreiche Gegner umgemetzelt, mit dem Schwert massakriert und bin mit coolen Moves über an Wänden entlang gelaufen. Das alles zwar in einem super linearem Rahmen, jedoch hat das einfach Laune gemacht.

Shooter-Fans kann man diese kurzweilige Erfahrung nur ans Herz legen, jedoch muss jeder selbst wissen, ob einem die 20€ dafür zu viel sind.


Entwickler: FYQD-Studio – Genre: Shooter – Getestet auf: PS5 – Release: 21.07.2022


Bright Memory: Infinite
Pro
Spaßiges Gameplay
Tolle Optik
Kontra
Mit zwei Stunden etwas kurz
Irrelevante Story
74

Okay

Bright Memory: Infinite Kaufen

Vielen Dank an Stride PR für die Zusendung des Review Codes!

Weitere Informationen zum Spiel findest Du hier!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.