Review: Assetto Corsa

Assetto Corsa erschien bereits 2014 in einer Early-Access Version auf dem PC. 2016, genauer im August, war es dann soweit und Assetto Corsa konnte erneut auf den Konsolen durchstarten. Es verspricht möglichst realistisches Fahrverhalten und eine Vielfalt an Möglichkeiten. Kann das Versprechen eingehalten werden?


Modi


In Assetto Corsa gibt es zahlreiche verschiedene Spielmodi. Werfen wir mal einen genaueren Blick darauf:
Im Hauptmenü begrüßen uns drei große Felder. “Special Events”, “Drive” und “Career”
Special Events: In dieser Kategorie warten zahlreiche ausgewählte Events auf uns. Dabei ist festegelegt welches Auto, welche Strecke und welchen Modus wir fahren. Hier gibt es wirklich sehr viele verschiedene Möglichkeiten, darunter Drift-Events, Zeitfahren oder schnelle Rennen.
Drive: In dieser Kategorie warten einige Unterkategorien auf uns. Hier mal ein Screenshot:
Career: Die Karriere ist vergleichbar mit vielen anderen Rennspielen. Wir fangen mit “langsamen” Autos (In diesem Fall ein Fiat 500 Abarth) und arbeiten uns dann nach und nach zu den schnelleren Autos hoch. Nichts besonderes, aber der Modus bietet schon einiges an Spielzeit!


Gameplay


Assetto Corsa möchte eine realistische Rennsimulation sein und bietet daher knallharte Rennaction mit einem sehr realistischen Fahrverhalten. Es gibt zahlreiche Einstellmöglichkeiten für das optimale Erlebnis. Man kann sehr viele Fahrhilfen, wie z.B. Traktionskontrolle, die Ideallinie oder eine Stabilitätskontrolle verändern oder auch ausschalten. Für ein optimales Erlebnis wird natürlich ein Lenkrad empfohlen, aber auch mit dem Dualshock 4 Controller lassen sich die Autos sehr gut steuern. Ein weiteres Merkmal sind die verschiedenen Autos. Man merkt sofort einen Unterschied, ob man einen Fiat 500 oder einen Audi R8 fährt. Wirklich jedes Auto fährt sich anders und hat eigene Merkmale, an die man sich anpassen muss um schnelle Rundenzeiten zu erbringen.
Insgesamt gibt es über 90 verschiedene Autos aus einer Vielzahl von Herstellern. Marken, wie Audi, BMW oder auch Ruf sind natürlich vertreten. Insgesamt gibt es 22 Hersteller.
Für ein Rennspiel typisch gibt es auch zahlreiche Strecken. Insgesamt gibt es 26 Variationen mit Klassikern, wie Silverstone, Monza oder auch der legendären Nordschleife!
Die Strecken weisen eine sehr hohe Präzision durch das Vermessen der echten Strecken mit einer Lasertechnik auf und so sollten die Curbs, Kurven und Geraden möglichst nahe an ihrem realen Vorbild sein.
Ein Manko ist das fehlende Wettersystem. Man kann lediglich Bewölkung und Nebel einschalten. Übrigens gibt es auch keine richtigen Tageszeiten, da das Spiel keine späteren Zeiten als 18:00 Uhr zulässt.


Multiplayer


Natürlich bietet Assetto Corsa auch einen Mehrspielermodus. Dieser soll laut den Entwicklern genauso realistisch, wie der Offlinemodus. Es gibt Rennwochenenden mit Training, Qualifying und anschließend dem Rennen. Dadurch, dass die Server vom Hersteller gehostet werden, spielt man mit einer sehr geringen Latenz. In der Praxis sucht man einen Server, der die gewünschte Fahrzeugkategorie und Strecke hat und tritt diesem bei. Dort wählt man dann ein Auto aus und kann mit dem Training beginnen. Bei meinem Test hatte ich mit der Technik absolut kein Problem und habe auf Anhieb Server gefunden und auch auf der Strecke verlief alles korrekt (bis auf die Gegner, die einen von der Strecke drängen) Insgesamt können bis zu 16 Autos auf der Strecke sein und man hat die Möglichkeit das Qualifying zu überspringen oder bei Verlassen anderer Spieler das Rennen neu zu starten. So wird sichergestellt, dass die Spieler ein besseres, flüssigeres Erlebnis haben.


Technik


Assetto Corsa läuft auf der PS4 mit 1080p und 60FPS. Diese Bildrate wird jedoch nicht immer erreicht, was sich in teilweise hässlichem Tearing äußert. Abseits davon sehen besonders die Autos sehr detailliert und echt aus. Die Strecken sehen hingegen eher zweckmäßig aus. Die “Wettereffekte” (Nebel und Wolken) geben dem Ganzen einen faden Beigeschmack, da es so einfach nicht mehr ansprechend aussieht. Würde ich Schulnoten vergeben, würde Assetto Corsa von der Grafik eine 3 bekommen. Der Sound hingegen ist wirklich grandios. Dieser hätte eine glatte 1 verdient. Erst recht mit einem guten Headset fühlt man sich mittendrin. Ein Ferrari z.B. hat einen sehr brachialen Sound. Dies ist natürlich von Auto zu Auto unterschiedlich, aber mir ist nie aufgefallen, dass sich ein Auto schlecht anhört. Der Sound ist wirklich spitzenklasse und gibt dem ganzen gleich ein realistischeres Gefühl und lässt Rennfahrerherzen höher schlagen.


Fazit


Assetto Corsa richtet sich an Motorsport-Fanatiker und dürfte bei diesen auch viel Freude bereiten, jedoch sollten auch andere Spieler viel Spaß mit Assetto Corsa haben. Zwar ist die Karriere von der Präsentation und der allgemeinen Art eher langweilig gehalten, aber dafür sind die Special Events umso besser. Dort hat man viele verschiedene Szenarien und lernt auch viele verschiedene Autos kennen. Dort macht die Jagd nach Goldmedaillen sehr viel Spaß und hält lange bei Laune! Schade ist, dass es z.B. keine Nacht gibt oder auch Regen komplett fehlt. Dies würde dem ganzen noch etwas mehr Feinschliff geben und viele Rennen unter anderem auch spannender machen.

Insgesamt hat mir Assetto Corsa viel Spaß bereitet, vor allem da man den Fokus auf ein realistisches Fahrverhalten deutlich merkt und dies auch ganz klar die Stärke des Spiels ist. Ich habe nicht viele Spiele mit einem so realen Gefühl gespielt. Im weiteren Verlauf des Jahres soll noch ein VR-Update erscheinen, welches das Mittendrin-Gefühl weiter stärkt und das Spiel noch realistischer erscheinen lässt! (Bericht über das VR-Update folgt)



Tim
PlaysiLounge

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