A Plague Tale: Innocence konnte bereits vor Release durch Unmengen von Ratten und toller Grafik beeindrucken. Da zu einem Spiel aber noch mehr als tolle Grafik und eine eventuell gute Geschichte gehören, wusste man noch nicht so recht, ob es im Endeffekt alles ein rundes Produkt ergibt. Warum es am Ende ein so gutes Spiel ist und warum man als Stealth-Fan definitiv ein Auge drauf werfen sollte, erklären wir euch jetzt! Doch Achtung, man sollte keine Rattenphobie haben!

Bruder und Schwester halten zusammen!

A Plague Tale: Innocence spielt im Jahre 1349 in Frankreich. Man selbst spielt die Geschwister Amicia und Hugo (wird Ügo ausgesprochen). Der Hundertjährige Krieg beginnt und die Pest breitet sich aus. Amicia und Hugo leben adelig bei ihren Eltern, als ihnen die Inquisition einen Besuch abstattet. Ab da beginnt ein Kampf und ein Kennenlernen. Warum ein Kennenlernen? Hugo hat eine seltene Krankheit und wuchs deshalb getrennt von Amicia auf. Auf der Flucht vor der Inquisition und den Tausenden von Ratten bauen die Beiden eine geschwisterliche Beziehung auf und lernen einige Wegbegleiter kennen.

Dass sich hinter der Krankheit, den Eltern und der Inquisition noch viel mehr verbirgt, ist das gemeinsame Schicksal, was man akzeptieren muss, doch überstehen das die Geschwister?

Die Geschichte in A Plague Tale ist das absolute Herzstück des Spiels. Sie wird sehr interessant erzählt und ist wirklich zu keiner Sekunde langweilig. Um hier Spoiler zu vermeiden, kann man eigentlich nur sagen, dass es sich lohnt die Story zu erleben!

A Plague Tale: Schleichen, Schleichen, Kämpfen 

Am Besten kann man A Plague Tale als Action Adventure mit einem starken Fokus auf Stealth beschreiben. Im Grunde schleicht man nämlich fast das ganze Spiel durch Gebiete und versucht nicht von Wachen erwischt zu werden. Wie immer steckt hier aber mehr dahinter.

Das Spiel ist sehr linear aufgebaut, sodass man tatsächlich meistens einen Weg durch verschiedene Gebiete suchen muss. Dabei ist man auch fast immer mindestens zu zweit unterwegs. Da es aber immer wieder unüberwindbare Hindernisse gibt, hat Amicia verschiedene Hilfsmittel zur Hand. Anfangs gibt es nur eine Schleuder, welche Steine verschießen kann und so Wachen ablenken oder auch töten kann. 

Im Verlauf der 16 Kapitel (+ „Epilog“) bekommt Amicia immer mehr Fähigkeiten, wie z.B. Feuer entzünden, um Ratten fernzuhalten, Feuer löschen, um Ratten zu Gegnern zu führen und noch einige mehr. Zur Herstellung dieser Fähigkeiten sucht man überall in der Spielwelt Materialien, welche zusätzlich auch für die Verbesserung der Schleuder oder sonstigen Ausrüstung gebraucht werden. Dies wird irgendwann so viel, dass man fast überfordert ist mit der Auswahl der Fähigkeiten, welche alle im Zusammenspiel funktionieren müssen. 

Abseits des Schleichens gibt es auch ein paar besondere Kämpfe. Diese sind wirklich sehr abwechslungsreich und zeigen eine ganz andere Seite des Spiels. Das Problem hierbei ist, dass diese Kämpfe super selten sind. Nicht mal fünf dieser Kämpfe gibt es im Spiel, wobei diese wirklich zum gesamten Spielerlebnis beitragen. 

Insgesamt ist das Gameplay eigentlich recht eintönig, aber durch die atmosphärische und packende Story kann man hier ein wenig drüber hinwegsehen, da es so trotzdem nie langweilig wird. Einzig die zu selten vorkommenden Kämpfe und die mit der Zeit überwältigenden Fähigkeiten sind Kritikpunkte, welche das Gesamtergebnis etwas trüben.

4K und HDR!

Kurz vor Release wurde bekanntgegeben, dass A Plague Tale in echtem 4K laufen wird. Schön und gut oder? Naja, zumindest beim ersten Start beginnt der Jet in der PS4 und zusätzlich gibt es noch jede Menge Screentearing. Mit dem letzten Patch hingegen wurde scheinbar etwas dagegen unternommen. Die PS4 läuft deutlich leiser und Tearing tritt auch gar nicht mehr auf. Hier empfehlen wir definitiv das neueste Update zu installieren.

Da die Performance nun auf einem guten Level ist, können wir über die Grafik sprechen. Diese ist tatsächlich ein zweischneidiges Schwert. Die Welt ist wirklich abwechslungsreich und zeigt die schönsten Wälder Frankreichs, tolle Rattennester oder auch imposante Innenräume. Das Problem dabei ist, dass Wälder wirklich sehr schön aussehen und besonders im Regen oder Schnee tolle Details zeigen. Auf der anderen Seite sind aber einige Innenräume recht trist und zeigen gar nicht mehr die Grafikpracht. Insgesamt sieht das Spiel gut bis sehr gut aus und ist teilweise sogar eine echte Augenweide.

Die Synchronisation ist auch sehr gelungen und besonders der Soundtrack weiß in den richtigen Momenten zu überzeugen. 

Dadurch wird die Story umso atmosphärischer und es bildet sich ein echt schönes und liebevolles Gesamtbild.

A Plague Tale: Innocence ist kein AAA-Spiel. Mit ca. 50€ ist es preislich etwas darunter angesetzt und dies ist genau der richtige Weg! Die Kapitel können zum Teil recht kurz sein und einen richtigen Wiederspielwert gibt es nicht. Die tolle Geschichte, die sympathischen Charaktere und die schöne Spielwelt sorgen aber für ein hochwertiges und atmosphärisches Spielerlebnis!

Vielen Dank an Koch Media für den Review-Key!

A Plague Tale Innocence Titelbild
A Plague Tale: Innocence
PRO
Tolle Geschichte
Süße Charaktere
Schöne Spielwelt
KONTRA
Zu wenige "richtige" Kämpfe
Mit der Zeit zu viele Fähigkeiten
84
FAZIT
Für Story- oder Stealthliebhaber eigentlich ein Must Have! Bietet eine tolle Geschichte mit sympatischen Charakteren.

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Final Score

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