Letztes Jahr auf der Gamescom konnte ich The Persistence bereits testen. Damals schien es recht unscheinbar und gewöhnlich. Beim jetzigen Testen fiel mir auf, dass dem nicht so ist und sich ein besonderes Spiel dahinter versteckt.

Der Mensch aus dem Drucker

Der Name The Persistence stammt vom gleichnamigen Raumschiff. Dieses ist an einem schwarzen Loch gestrandet und driftet nun immer weiter hinein. Überlebende? Gibt es nicht, bis auf einen. Man selbst ist zwar ebenfalls gestorben doch die Schiffs-KI hat einen erneut „geboren“. Durch eine Art Drucker kann diese KI einen auch nach dem Tod wieder erneut aufs Raumschiff bringen. Das Ziel ist es nun vom Schiff zu entkommen, doch durch einen Fehler werden andere „Menschen“ nicht mehr richtig reproduziert und werden böse. So gibt es verschiedene Mutationen und Angriffsmuster.

Die Story ist erfrischend anders und das ganze geschaffene Universum ist interessant gestaltet. Hier erwarten viele eine 0815 Story, gerade auch weil es ein vergleichsweise günstiges VR-Spiel ist, aber am Ende bekommt man eine tolle und motivierende Geschichte mit vielen Horrorelementen.

Ein prozedual generiertes Raumschiff sorgt für Spaß

The Persistence setzt auf eine klassische Steuerung mit dem DualShock 4 Controller. Move Controller werden vorerst nicht unterstützt, wobei die Steuerung damit auch etwas umständlich sein dürfte… Neben dem normalen Fortbewegen kann man sich auch teleportieren, doch das wird hier nicht als Alternative angeboten, sondern ist als Spielelement integriert.

Meistens muss man durch enge Korridore und Räume schleichen und sich vor Gegnern verstecken bis man sein Ziel erreicht. Das Schleichen ist besonders wichtig, da man besonders am Anfang des Spiels eher schwach ist und nicht allzu viel aushält. Im Laufe des Spiels ändert sich das natürlich, wobei da dann auch etwas die Spannung verloren geht. Das Abwehren von Angriffen ist hier auch anders gelöst als in den meisten anderen Spielen. Man kann für kurze Zeit eine Art Kraftfeld aufbauen, wodurch der Gegner zurückgeschlagen wird. Hält man dies zu lange, hat man keine Energie mehr und die Abwehr ist dahin. Kämpfe können dabei etwas hakelig aussehen, da man erst abwehrt und dann einfach auf den Gegner drauf schlägt oder schießt. Schleicht man sich jedoch von hinten an, kann man einen Stealth-Angriff ausführen, wodurch man auch eine bessere Belohnung bekommt. 

Überall in der Spielwelt und eben durch diese Angriffe erhält man Stammzellen, womit man seinen Körper verbessern kann. Zusätzlich gibt es noch sogenannte FABCHIPS, womit man seine Gegenstände und Waffen upgraden kann.

Ein spezielles Element ist sozusagen der Tod. Dadurch das The Persistence an einem schwarzen Loch spielt, zerreisst sich Zeit und Raum, wodurch das Raumschiff beim Tod neu generiert wird. Den Ansatz von prozedual generierten Spielwelten hat man nun schon öfter gesehen, jedoch schafft es The Persistence, dass man dies erst gar nicht wahrnimmt. Die Level sind dermaßen detailliert, dass man dies zuerst gar nicht glaubt…

Was die Steuerung angeht ist diese präzise, wie man es von einem Spiel aus der First-Person-Ansicht gewohnt ist. Ein weiteres cooles Element ist das Aufnehmen von Gegenständen. Dafür muss man keine Taste drücken, sondern den Gegenstand nur für eine kurze Zeit ansehen. Dadurch kann es nicht mehr passieren, dass man gerade beim Drücken nicht mehr auf den Gegenstand schaut.

Ansonsten gab es beim Test keine Probleme mit Motion Sickness, da man sich langsam bewegt und auch nichts unnatürlich im Bezug aufs Movement geschieht.

Insgesamt ist das Gameplay ziemlich überzeugend. Trotz VR wird hier eine volle und immersive Erfahrung geboten, wie man es sonst nur von Vollpreis-VR-Spielen kennt oder eben Non-VR-Titel.

The Persistence: VR in Schön

Nicht nur das Gameplay kann überzeugen, sondern auch die Optik. Dass das Spiel flüssig läuft, muss man hier nicht erwähnen, da es sich um einen VR-Titel handelt. Die Optik ist auch durchgehend auf einem hohen Niveau und besonders die Gegner sehen detailliert und blutig aus. Dabei muss man bedenken, dass es hier eine zufällig generierte Spielwelt gibt, was das ganze umso beeindruckender macht. Der Sound kann ebenfalls überzeugen, womit man ein technisch einwandfreies Spiel geboten bekommt.


FAZIT

The Persistence war für mich letztes Jahr noch ein unscheinbares Spiel. Nach dem Test der Vollversion ist es nun ein Must-Have-Titel für PlayStation VR geworden. Es zeigt, dass es auch weitere „komplette“ Spiele für VR gibt. Neben Resident Evil 7 ist The Persistence eines der Wenigen, die das ebenfalls auf so einem hohen Level schaffen. Auch der Wiederspielwert ist hier gegeben. Nach dem Abschließen der rund 8 stündigen Kampagne, schaltet man einen Survival-modus frei, der für noch mehr Spaß sorgen soll. Wenn man sich dies alles durch den Kopf gehen lässt und dann den Preis von 29,99€ sieht, muss man quasi schon instinktiv zugreifen!

Tim
PlaysiLounge

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