Playerunknown’s Battlegrounds, oder kurz PUBG, ist nun endlich auch auf PS4 erschienen. Nachdem der Hype eigentlich schon wieder vorbei ist, ist PUBG nun auch auf allen Plattformen erschienen und möchte auch auf der PS4 sein Können beweisen. Ist es schon zu spät oder steht es sich trotzdem noch selbst im Weg?

Klassisches Battle Royale

PUBG ist wohl das klassischste Battle Royale-Spiel von allen. Man fliegt mit einem Flugzeug über die Map und springt dann mit einem Fallschirm ab und landet an einer Stelle. Daraufhin sucht man sich Rüstung, Waffen und sonstige Ausrüstung. Ab nun gibt es eine immer kleiner werdende Zone, in der man sich bewegen sollte. Außerhalb dieser Zone erhält man fortwährend Schaden. Ist man am Ende der letzte Spieler, hat man gewonnen. Das ist das Spielprinzip hinter Battle Royale und eben auch von PUBG. 

Das Waffenhandling ist dabei eher realistisch. Waffen haben moderaten bis starken Rückstoß und z.B. Hitmarker gibt es auch nicht. Beim Aufheben stehen Waffen im Feuermodus „Einzel“ und auch Munition muss man zwingend dazu einpacken, da die Waffe sonst leer ist.

Eine Besonderheit gegenüber den meisten anderen Genre-Kollegen ist die Map-Auswahl. PUBG bietet zum jetzigen Zeitpunkt drei Karten. Diese werden zufällig am Anfang der Runde gewählt. Auch wird im Januar eine vierte Karte folgen. Die erste Karte „Erangel“ ist eine fiktive Insel nahe Russlands, weshalb auch die Farbgestaltung eher kühl ist. Städte haben sowjetische Namen und allgemein ist auch Vieles auf der Insel verlassen oder schon zerfallen. Mit 8×8 km gehört Erangel zu den größten Maps in PUBG.

Als zweite Karte kam „Miramar“, eine Wüstenmap in Südamerika. Auf dieser Karte liegt der Fokus eher auf engen Häuserkämpfen. Die Städte sind deutlich größer und bieten viel mehr Gebäude.

Die dritte und momentan letzte Karte in PUBG ist „Sanhok“. Die bisher kleinste Karte spielt im asiatischen Dschungel. Sie ist die erste Karte, die berechnet, wie schnell die Zone sich verkleinern soll basierend auf den übrigen Spielern.

Die neue Karte „Vikendi“ erscheint im Januar auf Konsolen und zeigt eine tolle Winterlandschaft, bei einer Größe von 6×6 km. Eine Besonderheit auf dieser Map ist, dass man die Fußspuren von anderen Spielern im Schnee sehen kann und so die Laufrouten von Gegnern ermitteln kann. 

Als Spielmodi gibt es die klassischen Solo-, Duo- oder Squad-Runden. Dabei kann theoretisch noch zwischen Third- und First-Person-Servern gewechselt werden, jedoch wurden die First-Person-Server bisher wohl nicht freigeschaltet, da diese Option während des Tests nie verfügbar war…

Das Gameplay funktioniert insgesamt ziemlich perfekt und ist zusammen mit der Kartenauswahl die klare Stärke von PUBG. Das Waffenhandling fühlt sich sehr ausgewogen und gut an und auch die Steuerung geht nach etwas Eingewöhnung recht gut von der Hand.

Mikrotransaktionen zum Grauen?

Auch PUBG ist nicht von Mikrotransaktionen befreit. Es gibt sogenannte Battle-Points, welche man durchs spielen bekommt und womit man sich begrenzt optische Anpassungen kaufen kann. Allgemein kann man ausschließlich nur optische Anpassungen kaufen. Mit diesen Points kann man sich Kisten mit Waffen-Skins oder Kleidung kaufen. Eine bezahlte Währung sind die G-Coins. Diese bekommt man ausschließlich durch echtes Geld und ermöglichen den Kauf von Gold-Tarnungen oder auch besseren Kisten.

Technisch endlich okay?

PUBG hatte in der Vergangenheit eigentlich durchgehend mit technischen Problemen zu kämpfen. Davon ist leider auch nicht die PS4 Version nicht verschont. Die Grafik des Spiels ist leider alles andere als gut. Die allgemeine Qualität ist ganz in Ordnung, aber an jeder Ecke flimmern Kanten, clippen Objekte durch Wände oder das Gras flackert unkontrolliert auf dem Boden. Auch Charaktere haben nicht viele Details und sehen recht lieblos aus. Einzig die Waffen sehen ganz gut aus und hören sich auch gut an, doch zum Sound später mehr.

Die Framerate, das große Problem, ist zum Glück kein großes mehr. Beim normalen Spielen läuft das Spiel flüssig mit 30 FPS und nur gelegentlich beim Rundenstart und beim Fallschirmspringen können die 30 FPS nicht gehalten werden.

Der Sound hingegen ist sehr gut. Waffen hören sich sehr gut an und auch wenn man angeschossen wird hat man fast schon Angst, so realistisch hören sich Einschüsse an.

Auch die Serververbindung funktioniert stets problemlos und auch mit Verbindungsproblemen hat man zu keinem Zeitpunkt zu kämpfen.

Tim
PlaysiLounge


Vielen Dank an Marchsreiter für die Bereitstellung des Review-Keys!

PLAYERUNKNOWN'S BATTLEGROUNDS
FAZIT
Ein Must-Have für Battle Royale-Fans. Für 30€ kann man nicht viel falsch machen und mit bald vier Maps bekommt man genug Abwechslung. Mit Blackout und Fortnite gibt es große Konkurrenz, aber PUBG kann mit einem realistischeren Gameplay und langsameren Gameplay gekonnt absetzen. Die große Schwäche ist und bleibt die technische Optimierung!
PRO
Gutes Waffenhandling
Mapauswahl
KONTRA
Technische Schwierigkeiten
First-Person-Server bisher gesperrt
81

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