Seit die Evolution Studios nach dem Launch von Driveclub geschlossen wurden, hat man das Entwicklerteam bei Codemasters aufgenommen. Mindestens seit dieser Übernahme werkelt man auch an ONRUSH. Herausgekommen ist ein spaßiger Arcade-Racer mit frischen Ansätzen!

Die Modi im Überblick

Overdrive: Wer mehr Boost verbraucht, gewinnt. So simpel ist das Prinzip. Das Ziel ist es 10.000 Punkte zu erreichen und jeder Boost bringt neue Punkte. Das Team, welches zuerst die Punktezahl erreicht, gewinnt die Runde. Das Team, was zuerst drei Runden für sich entscheidet, gewinnt.

Countdown: In Countdown läuft eine Zeit ab. Ist diese abgelaufen, gewinnt das andere Team. Mehr Zeit bekommt man, wenn man durch Tore fährt. Hier gewinnt das Team, welches zuerst zwei Runden für sich entscheidet.

Switch: In Switch fängt jeder mit einem Motorrad an. Bei einem Takedown kommt man in die nächste Fahrzeugklasse. Natürlich werden die Klassen nach und nach stärker, doch man hat nur drei Switches. Sind diese aufgebraucht, bleibt man in der letzten Klasse. Hat jedoch das ganze Team keine Switches mehr, gewinnt das andere Team.

Lockdown: In Lockdown spawnt eine Zone, die es gilt zu erobern. Man erobert eine Zone, sobald man mit mehr Teamkollegen als das Gegnerteam in der Zone ist.

Die Modi sind allesamt sehr abwechslungsreich und machen alle auf eine eigene Weise unheimlich viel Spaß. Da man in ONRUSH nicht gewinnt, wenn man als Erster über die Ziellinie fährt, wird Teamwork wirklich gefördert. Dadurch entsteht deutlich mehr Dynamik und jedes Rennen fühlt sich spannender und fordernder an.

ONRUSH: Der Rush zählt

ONRUSH ist ganz klar ein Arcade-Racer. Alle Autos sind Fantasiefahrzeuge. Diese sind aufgeteilt in verschiedene Klassen. Es fängt bei Motorrädern an und hört bei großen, brachialen „Trucks“ auf. Jedes Fahrzeug hat verschiedene Fähigkeiten und Weisen, wie man Rush auflädt. So gibt es Fahrzeuge, die eine verstärkte Magnetisierung haben, wodurch man nach einem Sprung leichter auf Gegnern landet. 

Beim Rush kann man z.B. „Wände“ aufstellen, wodurch Gegner verlangsamt werden. Insgesamt gibt es wirklich viele verschiedene Fähigkeiten, welche sich auch so unterscheiden, dass man seinen Spielstil entsprechend anpassen sollte. Bei der Rush-Aufladung gibt es z.B. Autos, welche durch Gegnernähe aufladen oder bei Motorrädern durch Tricks oder Saltos in der Luft.

Ein zentrales Element sind die Takedowns. Hier gibt es auch mit verschiedenen Autos verschiedene Takedowns, jedoch gibt es auch ganz allgemeine. Takedowns sind in der Weise sinnvoll, dass Gegner dadurch z.B. Switches verbrauchen, nicht boosten können oder Zeittore verpassen.

Als Fortschrittssystem gibt es ein Levelsystem, wodurch man beim Aufstieg „Drops“ bekommt, wodurch man an weitere optische Anpassungen gelangt. Anpassungen werden in ONRUSH großgeschrieben. Man kann seine Charaktere, die Autos und auch Sieger-Emotes anpassen. Sollte man jedoch die gewünschte Anpassung nicht durch einen Drop freischalten, kann man dies auch mit der Ingame-Währung machen. Diese erhält man durch das Abschließen von Tagesherausforderungen oder das Erhalten von Crashtags. 

Insgesamt ist das Gameplay super spaßig und motiviert durch die coolen Takedowns. Da jedes Rennen in der Kampagne verschiedene Ziele hat, versucht man auch immer diese zu erfüllen um alle Sterne zu bekommen!

Zusammen lässt es sich besser rushen

Natürlich bietet ONRUSH auch einen Multiplayer. Dieser bietet die genannten Modi und lässt sich schon ab zwei Spielern starten. Übrige Fahrer werden dann durch eine KI gestellt. Naturgemäß werden Racing-Games mit anderen menschlichen Mitstreitern und Gegnern dynamischer und spannender. Dies ist hier nicht anders. Es ist einfach toll sich mit Teamkameraden abzusprechen um einen Gegner in die Zange zu nehmen, damit man selbst als Team einen Vorteil hat. Zusätzlich kann man auch die Kampagne im Koop spielen. Dazu muss man einfach Freunde im Menü einladen, sodass man zusammen ein Team bildet. 

Technisch ist der Multiplayer ebenfalls tadellos. Die Spielersuche funktionierte schon vor Release super schnell und die anschließende Verbindungsqualität war ebenfalls perfekt.

Technische Klasse

ONRUSH läuft auf der PS4 Pro mit wahlweise 1080p und 60FPS oder 4K und 30FPS. Ich würde hier ganz klar dazu raten, die Bildschirmrate zu bevorzugen, da das Spiel mit 60FPS wirklich deutlich flüssiger ist und sich das bei diesem Spiel sehr natürlich anfühlt (eigentlich wie bei jedem Spiel). Die Grafik sieht dabei recht gut aus. Es ist zwar kein grafisches Highlight, wie z.B. ein Detroit Become Human, aber besonders bei Regen in der Nacht kann sich das Spiel sehen lassen. Der Sound ist ebenfalls sehr gut, wobei Motorengeräusche gar nicht so im Vordergrund stehen. Bei Rennen hört man eher die Musik, welche jedoch sehr passend gewählt wurde. 

Die Technik in ONRUSH ist wirklich sehr solide und lässt so erstmal keine Wünsche offen.


FAZIT

ONRUSH macht unheimlich viel Spaß und motiviert durch viele verschiedene Strecken und unterschiedliche Fahrzeugklassen. Die Entwicklungszeit war im Vergleich zu vielen anderen Spielen eher kurz, was man am Ende leider auch etwas merkt. Spielerisch bekommt man ein astreines Spiel, jedoch hat man das Gefühl, dass etwas Inhalt fehlt. Ein Couch-Koop wäre in so einem Spiel wirklich extrem passend und würde ein weiterer Kaufgrund sein. Auch, dass es nur vier Modi gibt, ist etwas wenig. Natürlich kann das in Zukunft durch kostenlose Updates noch erweitert werden, aber jetzt zum Launch ist es gerade noch ok, könnte aber noch gerne mehr sein. Ein „Ligamodus“ für den Onlinemodus ist schon angekündigt. Am Ende hat man ein Spiel, was super viel Spaß macht, aber eventuell zu wenig Inhalt für monatelanges Spielen bieten könnte.

Tim
PlaysiLounge

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