Ni No Kuni hat 2013 viele Herzen erobert. Damals noch auf der PS3 und mit der Unterstützung von Studio Ghibli hat man ein Meisterwerk an Spiel abgeliefert. Nun ist es 2018 und am 23.03.2018 wird Ni No Kuni 2 erscheinen. Zwar ist Studio Ghibli nicht mehr dabei, doch trotzdem verspricht Teil 2 eine tolle Geschichte mit süßen Charakteren und tollem Gameplay zu liefern? Geht das auf?

Katz gegen Maus

Die Geschichte fängt in Katzbuckle an. Dort ist der König gestorben und nun soll Evan, halb Katz halb Mensch, die Krone übernehmen. Zeitgleich passiert in Präsident Rolands Welt eine Katastrophe. Er landet in einer Parallelwelt in Katzbuckel. Gerade rechtzeitig, denn dort findet gerade ein Putsch statt und Evan soll als König gestürzt werden. Roland hilft Evan zu entkommen und nun ist Evan kein König mehr und die Mäuse haben die Macht. Evans Vision sieht aber Frieden und Glück vor und so entschließt er sich gemeinsam mit Roland ein neues Königreich zu gründen. Dass das gar nicht so leicht ist und es einen langen Weg bedeutet, erfährt er noch früh genug.

Die Geschichte in Ni No Kuni 2 ist wirklich sehr schön geschrieben und motiviert wirklich weiterzuspielen. Durch viele tolle und unterschiedliche Charaktere wird es auch nie langweilig und man baut zu einigen sogar eine Bindung auf. Durch diesen Mix schafft das Spiel es einen immer wieder in den Bann zu ziehen und die Geschichte weiterzuspielen.

Tiefgründiges Gameplay oder Hau-Drauf-Action?

In Ni No Kuni 2 ist es das Ziel ein guter König zu werden und da Evan noch ein Kind ist hat er dabei viel zu lernen. So hat man im Laufe des Spiels mit den verschiedensten „Gegnern“ zu tun. Verschiedene Königreiche bedeuten viel Abwechslung. Wirklich jeder Staat sieht anders aus und verfolgt quasi ein Thema. So gibt es z.B. „Goldorado“. Ein Staat des Glücksspiels. Dort wird alles durch Würfeln entschieden (Dieser Staat wird von Hunden regiert, wodurch Würfeln im Spiel zu Wuffeln wird ) . Dass dort etwas Faul ist und man es mit Manipulation zu tun hat, sieht Evan schnell ein, sodass er Nachforschungen anstellt, was denn nun dort los ist. Dies ist nur ein Beispiel eines Staates, aber man kann sich denken, dass die anderen genauso abgedreht und bezaubernd sind. Das überträgt sich auch auf die Aufgaben. Auch diese sind sehr vielfältig, sodass man es immer mit anderen Gegnern, Königreichen und Freunden zu tun hat.

Man reist immer mit seiner Gruppe von Charakteren und erkundet dabei die semi-offene Welt. Es gibt große Areale und natürlich die Städte, jedoch fibt es immer wieder Ladezeiten zwishen den Gebieten. Natürlich kann man auch zwischen den Charakteren wechseln.

Das Gameplay an sich ist in vier Teile unterteilt:

Das „normale“ Gameplay

Hier spielt man einen der Charaktere aus der Third-Person-Ansicht und interagiert mit der Welt oder kämpft gegen andere Kreaturen.

Der Reisemodus

Hier sieht man die Charaktere eher von oben und in einem anderen Stil. In diesem Modus reist man schneller von A nach B (unabhängig von der Schnellreise), kann jedoch auch in den normalen Modus wechseln, sobald Gegner in der Nähe sind. Dann kämpft man ganz normal.

Skirmish

Dies ist ein eher kleinerer Modus innerhalb des Reisemodus. Überall in der Welt gibt es kleine Flaggen. Dort kann man „Kampfaufträge“ annehmen und wechselt dann in diesen Modus. Hier ist es deutlich taktischer, aber trotzdem noch sehr flüssig zu spielen. Man hat Truppen um sich herum und kann diese im Kreis bewegen. Dabei greifen diese Truppen automatisch Gegner an. Da es verschiedene Truppen-Typen gibt, kann es passieren, dass man im Nachteil ist, da dieser Truppen-Typ nicht für diesen Gegner geeignet ist. Daher kann man die Truppen drehen und die richtige Wahl treffen. Das Ziel hier ist es alle Gegner zu besiegen oder in die Flucht zu schlagen und das Gebiet zu säubern.

Regierungsmodus

Hat man einmal ein Königreich erbaut, so kann man vom Thron aus in den Regierungsmodus wechseln. Dort baut man neue Gebäude, weist Talente, welche man zuvor in der Welt überzeugt hat ins Königreich zu kommen, zu bestimmten Themen zu oder forscht an bestimmten Themen um Vorteile im Kampf zu bekommen. Auch die Art, wie man sein Königreich regiert ist wichtig. Die Stimmung der Bewohner kann sinken und sollte man z.B. zu viel im Militär investieren, so könnten andere Königreiche erbost darauf reagieren.

Zusätzlich gibt es verschiedene Waffen, die man ausrüsten kann und auch kann man die verschiedenen Charaktere aufleveln und entwickeln. Dabei kann man Spezialattacken entwickeln, den Charakter allgemein widerstandsfähiger machen oder die allgemeinen Attacken verstärken.

Das Gameplay ist wirklich super vielseitig und auch die Steuerung ist super flüssig! Man kann es am besten zusammenfassen, indem man die vorherige Frage beantwortet.
Es ist tiefgründig mit Hau-Drauf-Action!

Technische Perfektion?

Ni No Kuni 2 verfolgt den Grafikstil des ersten Teils, der auch schon einen Art-Style wie Studio Ghibli aufgriff. Das Spiel läuft mit 4K, 60 PFS und sieht dank HDR wirklich sehr gut aus. An wenigen Stellen im Reisemodus kommt es gelegentlich zu Mikrorucklern, das ist jedoch so selten, dass es nicht weiter stören sollte. Die Ladezeiten sind allesamt ziemlich kurz, könnten jedoch von der Anzahl etwas weniger sein. Betritt man z.B. ein neues Gebäude, so kommt sogar schon da eine kleine Ladepause. Darüber hinaus ist der Sound sehr gelungen. Neben dem tollen Soundtrack sind auch die Kampfeffekte oder die wenigen Stimmen sehr gut umgesetzt. Eine deutsche Synchronisation gibt es nicht, jedoch ist das Spiel wirklich erstklassig übersetzt worden.


Fazit

Level 5 zeigt, dass sie auch ohne Studio Ghibli ein tolles Erlebnis schaffen können! Ni No Kuni 2 ist ein Meisterwerk nicht nur für JRPG Fans. Es erfindet zwar nicht vieles neu, aber es macht eigentlich alles ohne Fehler! Man bekommt ein tolles Gesamtpaket mit visueller sowie spielerischer Abwechslung im Ghibli-Stil. Mit über 20 Stunden Spielzeit für die Hauptquests und noch mehr Zeit für zahlreiche weitere Aufgaben bekommt man hier auch einiges geboten.

Tim
PlaysiLounge

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