Review: Nacon Revolution – Der wahre Pro?

Als der Elite Controller für die XBOX One angekündigt wurde, war klar, dass man nicht mehr lange auf eine Ankündigung seitens Sony warten muss. Sony hat gleich zwei lizensierte Controller vorgestellt. Den Razer Raiju und den Nacon Revolution. Den letzteren schauen wir uns heute an.
Mit ca. 100€ bezahlt man hier nur einen „kleinen Aufpreis“ gegenüber einem normalen PS4 Controller. Die Vorzüge liegen aber klar auf der Hand: Zusätzlich programmierbare Buttons und auch eine feine Einstellung der vorhandenen Buttons.

Inhalt / Ersteindruck

In der edlen Verpackung bekommt man einiges mehr als bei einem normalen Controller. Enthalten sind der Controller, das Verbindungskabel, Gewichte inkl. Tool, ein Beutel, ein Säuberungstuch und Sticker. Also schon mal eine ganze Menge.
Der erste Eindruck ist auch äußerst positiv. Alle Gegenstände fühlen sich hochwertig an und das Anschließen oder Wechseln der Gewichte erweist sich als sehr simpel.


Features

Kommen wir nun zu den Features des Controllers. Erst einmal gibt es mehrere programmierbare Modi, je nachdem welches Spiel man spielt. Zudem gibt es noch zusätzliche Buttons unten am Controller, ähnlich wie die Paddels an einem Scuf-Controller. Eine weitere Bereicherung sind die wechselbaren Gewichte. Je nachdem was man bevorzugt, kann man den Controller leichter oder schwerer machen. Als letztes ist noch der Sicherheitsanschluss zu erwähnen. Der Nacon Revolution Controller hat keine drahtlose Verbindung und muss über ein Kabel betrieben werden. Was zuerst nach einem Nachteil klingt, erweist sich bei Hardcore-Spielern durchaus als Vorteil. Durch das Kabel wird nämlich die Latenz verringert, was bei schnellen Spielen, wie CoD ein Vorteil sein kann. Der Sicherheitsverschluss ist dabei nützlich, da der Stecker angeschraubt wird und somit nicht so leicht vom Controller abreißt.


Installation des Controllers / der Software

Der Controller wird ganz simpel per Kabel an der PS4 angeschlossen und kann danach als normaler Controller verwendet werden. So ist es jedoch nur ein normaler Controller ohne zusätzliche Funktionen. Um diese zu aktivieren bzw. anzupassen muss man eine Software auf dem PC installieren. Ein Kritikpunkt dabei ist, dass es die Software nur für Windows verfügbar ist und ich als Mac-User erstmal keine Möglichkeit habe meinen neuen Controller richtig einzusetzen.
Als ich dann an einen Windowsrechner gekommen bin habe ich das Programm schnell installiert und den Controller sofort angeschlossen. Im Menü kann man dann die verschiedenen Profile auswählen und dort entweder auf die Spiele zugeschnittene Profile herunterladen oder eigene Tasten konfigurieren. Auch die Trigger kann man einstellen, ab wann diese funktionieren und in welchem Bereich nicht mehr.
Zudem kann man allgemein das Licht des Controllers einstellen, sodass das Licht um den Thumbstick pulsiert oder anders leuchtet. Nun speichert man die Profile auf den Controller und kann wieder an der Konsole loslegen.


Spielerfahrung

Bei den herunterladbaren Profilen gab es neben Destiny auch CoD Infinite Warfare. Da man Scuf-Controller meistens aus dem CoD-Bereich kennt, habe ich auch den Nacon Revolution bei CoD ausprobiert. Zuerst muss ich leider zugeben, dass mir die Form des Controllers gleich zu Beginn negativ aufgefallen ist. Diese ist für eingefleischte PS4 Spieler sehr ungewohnt und eher dem XBOX Controller nachempfunden. Dies ist generell nichts schlechtes, aber könnte für viele PS4 Spieler eine Umgewöhnung sein. Dabei ist auch wirklich die Form gemeint und nicht das Layout. Dass die Sticks nicht auf einer Ebene sind, wie bei einem PS4 Controller habe ich nicht als Problem empfunden.
Als ich dann in Infinite Warfare online gespielt habe, ist mir sofort der Vorteil der „Paddels“ aufgefallen. Mit dem voreingestellten Profil fliegt man mit einem Knopfdruck bis der Boost leer ist. Dieser wird jedoch nicht in einem verbraucht, sondern in ganz vielen kleinen Schüben. Dadurch kann man dann auch beim springen noch zielen wie vorher. Auch Nahkampfattacken gehen über die Knöpfe unter dem Controller. 
Die weiteren Vorteile, wie präziseres Zielen oder die Veränderung der Trigger fallen dabei nur unterbewusst auf, sind jedoch auch merkbar. Die offensichtlichen Dinge fallen jedoch sofort als Vorteil auf und genau dort zahlt sich der Controller auch aus.

Fazit

Für ca. 100€ bekommt man hier einen sehr gut verarbeiteten Controller mit einigen Extras. Die Form ist zwar erstmal gewöhnungsbedürftig, jedoch kann man sich, wenn man denn will, auch daran gewöhnen.
Die Software ist leicht zu bedienen und hat auch keine Probleme bereitet. Eine Version für den Mac wäre dabei aber noch wünschenswert.
Insgesamt bin ich jedoch trotzdem etwas skeptisch gegenüber dem Nacon Revolution Controller. Zwar bietet er in Spielen wie Destiny, CoD oder auch Titanfall deutliche Vorteile, jedoch sind das meiner Meinung nach auch die einzigen Vorteile. Ob sich der Kauf eines neuen Controllers extra für diese Dinge lohnt, muss dann jeder selbst entscheiden. Muss man sich einen neuen kaufen, da der alte kaputt ist, kann man den Kauf durchaus in Erwägung ziehen, solange einen das Kabel nicht stört und man viele Shooter spielt. Als Neukauf empfinde ich die Vorteile, die der Controller bringt dann doch als etwas zu wenig.

Preis / Leistung: GUT
Kaufempfehlung: Eingeschränkt

Tim
PlaysiLounge

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