Als Get Even angekündigt wurde, wurde ein Spiel mit fotorealistischer Grafik und einer einzigartigen Story versprochen. Zwischenzeitlich wurde es dann etwas still um das Spiel, bis ein Releasedatum am 26.05.2017 enthüllt wurde. Doch was ist Get Even am Ende für ein Spiel und noch wichtiger, lohnt es sich?
 
STORY
 
Man spielt „Black“, ein Söldner und Auftragskiller. Dieser wacht ohne Erinnerungen in einem alten Sanatorium auf. Mit einem speziellen Headset wird es möglich Erinnerungen wieder neu zu erleben und noch wichtiger, diese auch zu verändern. Nicht nur sein „Geiselnehmer“ hat Interesse an den Erinnerungen, auch Black selbst möchte nach anfänglicher Skepsis alles neu erleben und erfahren, was für ein Mensch er eigentlich ist.
 
GAMEPLAY
 
Get Even ist ein First-Person „Shooter“. Ein Shooter ist es nicht wirklich, da man nach Möglichkeit versuchen sollte ohne Töten voranzukommen. Im Allgemeinen beinhaltet das Spiel aber die typischen Shooter-Elemente, jedoch auch mit einem Augenmerk auf das Erkunden. So hat man durchgehend ein Handy mit vielen nützlichen Funktionen. Es gibt ein UV-Licht, womit man z.B. Blutspuren oder Fußabdrücke sieht, einen Scanner, der weitere Informationen über die Außenwelt preisgibt oder auch ganz simpel eine Karte der Spielwelt, welche sich in Echtzeit aktualisiert. 
Die Aufgabe besteht fast durchgehend zu einem Ziel zu gelangen und dabei alle möglichen Informationen zu erlangen. Abseits davon gibt es jedoch auch Abschnitte, die sehr klassisch nach einem Shooter aussehen. Man soll in ein Gebäude einbrechen und ein geheimes Objekt stehlen. Dass dabei zahlreiche Wachen im Gebäude patrouillieren, zeigt die Parallelen zu klassischen Shootern. 
Bei jeder fragwürdigen Entscheidung erinnert das Spiel an die Konsequenzen. Diese werden auch nochmal durch die Story verdeutlicht. Bei vielen Tötungen z.B. ändert sich der eigene Ruf und man wird anders wahrgenommen.
Insgesamt setzt das Spiel aber deutlich auf das Erkunden und möchte eine interessante Geschichte erzählen. Je nach Spieler wird die Waffe oft oder selten benutzt. Das lässt das Spiel fast durchgehend offen.
Die Steuerung wirkt etwas träge, was besonders beim Schießen mit der Waffe stören kann. Ansonsten ist das Tastenlayout intuitiv und man fühlt sich schnell mit den verschiedenen Funktionen vertraut.
 
TECHNIK
 
Als Get Even 2014 angekündigt wurde hat man nur Trailer und Screenshots mit fotorealistischer Grafik gesehen. Auch heute sieht Get Even zum Teil wirklich sehr sehr gut aus. In Räumen denkt man teilweise wirklich, dass man Fotos anschaut oder ein Film abgespielt wird. In Außenbereichen sieht das Spiel leider nicht mehr ganz so gut aus und da muss man auch sagen, dass es andere Spiele gibt, die die Vegetation deutlich besser darstellen. Nichtsdestotrotz sieht Get Even sehr gut aus. Dies bringt leider auch Kompromisse mit sich. Die Framerate kratzt, wenn überhaupt, gerade mal an den 30 FPS. Oft hat man das Gefühl, dass diese eher bei 25-27 liegt, was sich wahrscheinlich etwas in der Steuerung bemerkbar macht und diese etwas träge erscheinen lässt. 
Abseits davon ist auch der Sound sehr gut und die musikalischen Einsätze in bedrückenden oder spannenden Szenen sind sehr gut gewählt und tragen ungemein zur Atmosphäre hinzu.
 
FAZIT
 
Get Even ist vielleicht nicht das Spiel, was man sich nach der Ankündigung vorgestellt hat, jedoch ist es ein wirklich guter Thriller. Dadurch, dass jede Handlung Konsequenzen hat, hat das Spiel auch einen hohen Wiederspielwert. Je nach Spielstil braucht man auch unterschiedlich lange. Leute, die viel in Kämpfe verwickelt sind, brauchen deutlich kürzer als Leute, die viel erkunden und alle Geheimnisse entdecken wollen. 
Leider spielt sich Get Even teilweise derart träge, dass das Spiel schon echt sehr langsam oder auch unübersichtlich in schnelleren Szenen ist.

 

Abseits davon bekommt man mit Get Even ein solides Spiel mit einer wirklich interessanten Story und zum Teil exzellenten Grafik!

Tim
PlaysiLounge
 
 

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