Nachdem DiRT Rally eher nur hartnäckige Rallye-Fans angesprochen hat, soll DiRT 4 wieder in Richtung Casual gehen, dabei jedoch trotzdem die Fans vom letzten Teil behalten. Wie kann das funktionieren und vor allem: Kommt da ein gutes Spiel heraus?
 
MODI
 
Karriere: Die Karriere bietet verschiedene Disziplinen. Die erste ist klassische Rally, in der man wie der Name schon verrät Wertungsprüfungen auf verschiedenen Strecken absolvieren muss.
Als nächste Disziplin gibt es Landrush. Dort fährt man in Arenen Rundstreckenrennen mit Trucks oder Buggys.
In Rallycross fährt man in Rallye-Autos Rundstreckenrennen mit einer Besonderheit. Es muss immer eine Joker-Runde absolviert werden. Diese ist eine Stelle auf der Strecke, wodurch man entweder einen längeren Weg hat oder einfach Hindernisse das Fahren verlangsamen.
Als letzte Disziplin gibt es noch klassische Rallye, wo man mit älteren Fahrzeugen Wertungsprüfungen fährt.
Wettkampf: In diesem Modus kann man entweder Community-Events fahren, wo man ganz simpel verschiedene Events absolviert und die Zeit dann in die Community-Bestenlisten aufgenommen wird.
Zusätzlich gibt es noch die Pro Tour. Dort ist man in einer Division und muss durch Siege bei Events weiter aufsteigen.
Freies Spiel: Hier kann man sich selber Events in den verschiedenen Disziplinen erstellen und fahren. Eine Besonderheit ist der Your Stage Modus, wo man eigene Strecken erstellen kann. Diese können beliebig nach Ort, Länge und Komplexität erstellt und gespeichert werden.
DiRT-Akademie: Hier kann man verschiedene Challenges absolvieren um die eigenen Fähigkeiten zu verbessern.
Spritztour: In diesem Modus kann man entweder einfach frei in der DiRT-Akademie herumfahren oder „Spaß-Veranstaltungen“ in Smash-Attack oder Time-Attack absolvieren.
GAMEPLAY
 
DiRT 4 möchte eine Simulation und ein Arcade-Racer gleichzeitig sein. Dies wird durch zwei verschiedene Handlung-Einstellungen geregelt. Es gibt die Einstellung „Gamer“ und „Simulation“. Die Einstellung „Gamer“ kann man am besten mit DiRT 2 oder 3 vergleichen. Die Einstellung „Simulation“ am besten mit DiRT Rally. Bei beiden Einstellungen kann man viel einstellen um die beste Schwierigkeit zu finden. So kann man nicht nur Fahrhilfen ein und ausschalten, sondern auch Die Anzahl der Neustarts oder die Schwierigkeit der Gegner. All diese Optionen zeigen sich dann in der Belohnung beim Abschließen von Events. So verdient man gegen schwerere Gegner und mit weniger Fahrhilfen mehr Credits, welche man in neue Autos investieren kann. 
In der Karriere ist es so, dass man mit geliehenen Autos fahren kann und dabei dann verschiedene Ziele erfüllen muss, um zum einen die Beziehung zum Sponsor aufrechtzuerhalten und zum anderen um extra Credits zu verdienen. 
Natürlich kann man auch mit eigenen Autos fahren, wodurch man seinen Sponsor selber aussuchen kann und dadurch auch die Schwierigkeit der Ziele variiert. Bei eigenen Autos hat man (eigentlich, mehr dazu im Abschnitt Technik) die Möglichkeit Teile zu verbessern, muss jedoch Reparaturen selber bezahlen.
Um Reparaturen schneller zu absolvieren oder um an bessere Sponsorendeals zu kommen kann man sein Team auch selbst aufstellen und gute Leute, die mehr kosten einkaufen oder man hält die Kosten niedrig und muss dann sauberer fahren, damit man nicht so viel Zeit beim Reparieren verliert. 
An Autos gibt es verschiedene Jahrgänge von 1960 bis zu aktuellen Autos. Fahrzeuge wie ein Subaru Impreza WRX STI oder ein Mitsubishi dürfen natürlich neben einem alten Mini nicht fehlen.
Bei den Strecken verhält es sich ähnlich. Es gibt Orte, wie Spanien mit überwiegend Asphaltstrecken oder Schweden mit Eis- und Schneestrecken. Es gibt vorgefertigte Strecken aber mit Your Stage kann man auch eigene Strecken an diesen Orten erstellen.
Bei einem DiRT darf natürlich auch nicht das Wettersystem fehlen. Dieses hat auch wirklich viel Einfluss auf das Fahrverhalten. Auch die verschiedenen Tageszeiten erschweren unter Umständen deutlich die Fahrt!
TECHNIK
 
Nach DiRT Rally sieht auch der Nachfolger nur ok aus. Die Fahrzeuge sehen zwar sehr detailliert aus, jedoch sind die weiteren Umgebungen oft sehr grob, was man besonders in Baumkronen sieht. Die eigentliche Strecke und auch die direkte Umgebung sind dabei ausreichend detailliert und flimmern nicht so wie weiter entfernte Bäume. Wenn mal Spritzwasser auf der Strecke ist denkt man da ist eine weiße Platte. Kleine Pfützen hingegen reflektieren sehr realistisch die Umgebung. Die Optik ist also etwas durchwachsen, kann insgesamt aber als solide angesehen werden. Die Framerate war beim Test durchgehend sehr flüssig. Der Sound der Umgebung, also Zuschauer, Hubschrauber über der Strecke oder auch Spritzwasser hört sich sehr realistisch an und die Fahrzeuge unterscheiden sich vom Sound und hören sich allesamt sehr realistisch und mehr oder weniger kraftvoll an.
Eine kleine Schwäche sind Bugs. So ist es mir in einem Event unmöglich gewesen den Turbo aufzuwerten, da das Spiel jedes Mal beim Versuch die Option anzuklicken abgestürzt ist. Auch sonst wollte das Spiel einmal nicht starten, da direkt eine Fehlermeldung kam. Zukünftige Patches sollten da aber helfen.
FAZIT
 
DiRT Rally hat seine Zielgruppe deutlich eingeschränkt. DiRT 4 geht wieder einen Schritt zurück, hält dabei jedoch trotzdem an die Simulation fest. Dieser Spagat funktioniert sehr gut und auch das restliche Spiel macht sehr viel Spaß. Da man mit Your Stage auch zufällig-generierte Strecken erstellen kann, hat man theoretisch unendlich viel zu spielen. Sollte man jedoch nur die vorgefertigten Events fahren hat man auch viel zu tun. Auch ist es sehr abwechslungsreich. Wenn man mal keine Lust mehr auf Rally hat, dann wechselt man einfach zu Landrush oder Rallycross und kann dort wieder Spaß haben.
Die technischen Schwächen, besonders die Abstürze, sind etwas nervig, werden aber vermutlich mit zukünftigen Updates behoben.Insgesamt hatte ich mit DiRT 4 sehr viel Spaß und es hat mich wieder näher zur Serie zurückgebracht. Es ist die perfekte Fortsetzung und spricht wieder mehr Leute an ohne dabei andere zu vergraulen. 

Tim
PlaysiLounge
 

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