Für PlayStation VR gibt es viele Spiele, welche auch die verschiedensten Gameplay-Mechaniken verwenden. Ein Box-Spiel gab es bisher nicht. Creed: Rise to Glory ändert das. Ausgerechnet ein Lizenzspiel soll nun dieses Genre bedienen. Ob sich das Spiel lohnt und ob es das Genre perfekt repräsentiert, klären wir in diesem Review.

Handlung wie im Film

Hier kann man es relativ kurz halten. Die Story vom Film wird aufgegriffen und ist quasi der Grundstein. Von Kampf zu Kampf kämpft man sich hoch und am Ende steht man gegen Conlin im Ring. Versteht man die Story ohne den Film? Vermutlich nicht. Eigentlich geht es tatsächlich nur von Kampf zu Training zu Kampf usw. Dazwischen ändert sich das Gym und es kommt auch mal zwischendurch ein Kampf vor einer Disko. 

Man merkt, dass Story hier ein sehr dehnbarer Begriff ist und dies wohl nur das Mittel zum Lizenzspiel ist. Schlimm ist das jedoch nicht, da man schnell merkt, dass man im VR Kampfspiel nicht viel machen möchte außer Kämpfen. Denn das ist umso besser!

Eines der besten VR-Spiele?

Creed ist im Kern ein Kampfspiel und dabei bleibt es. Man kann es sich wie in anderen Kampfspielen vorstellen. Man trainiert und macht sich für den nächsten Kampf bereit. Bei der Fortbewegung durchs Gym kommt das Locomotion System von Survios zum Einsatz, welches wieder einmal perfekt funktioniert. Dieses kommt nach Bedarf mehr oder weniger auch in den Kämpfen zum Einsatz. Der Kampf an sich wird dann mit den Move Controllern gesteuert. 

Vorweg kann man schon sagen, dass das Gameplay wirklich perfekt umgesetzt wurde. Man kann sich schon vorstellen wie die Steuerung funktioniert. Man boxt mit seiner Hand und diese Bewegung wird ins Spiel übertragen. Beim Blocken natürlich das selbe. Das funktioniert wirklich so perfekt, dass es sich dermaßen immersiv anfühlt. 

Kommen wir aber nochmal kurz zurück zum Training. Es gibt verschiedene Arten des Trainings. Zum einen sind sie dazu da die Techniken des Boxens beizubringen und zum anderen um das eigene Können zu verbessern. Das Training reicht vom Laufen auf dem Laufband bis hin zum Schlagen gegen den Sandsack.

Im Ring angelangt, berührt man mit beiden Fäusten die des Gegners. Danach beginnt der Kampf. Weicht man Schlägen aus (was im Stehen deutlich besser funktioniert als im Sitzen) beginnt eine Zeitlupe, wodurch man perfekt zuschlagen kann. Auch ist es so, dass ein echter Boxer wohl schneller außer Atem ist als ein Spieler in seinem Wohnzimmer. Nach einigen Schlägen ist man im Spiel also außer Atem und muss Blocken um neue Ausdauer zu tanken. Die Armut dessen merkt man durch langsame Schläge und einer Animation, wo die eigenen Hände aus den Boxhandschuhen herauskommen.

Neben dem Karrieremodus gibt es noch einen freien Modus, wo man eigenen Kämpfer und Gegner auswählen kann und ohne Zwänge einfach kämpfen kann.

Insgesamt ist das Gameplay wirklich perfekt und überträgt das Boxen super ins Wohnzimmer!

Auch Freunde gehören geschlagen

Auch einen PvP Modus ist in Creed enthalten. Entweder gegen Fremde oder Freunde kann gekämpft werden. Leider konnten wir diesen Modus vor Release nicht testen, sodass wir hier das Fazit noch nachreichen!

Technisch völlig in Ordnung!

Bei VR Spielen ist es oft so, dass die Grafik nicht wirklich der Bringer ist. Creed sieht in Ordnung aus und zeigt Kämpfer nicht komplett realitätsnah, sondern in einem eigenen Stil. Insgesamt ist die Optik aber definitiv ausreichend bis gut. Abseits davon läuft das Spiel natürlich perfekt flüssig und nur die Ladezeiten könnten etwas kürzer ausfallen.


FAZIT

Creed sah schon vor Release ziemlich interessant aus. Trotz Lizenzspiel bekommt man hier vom Gameplay ein wirklich sehr gutes Spiel. Vom Spaßfaktor ist es für uns auch eines der besten VR Spiele überhaupt! Das Problem? Der gebotene Inhalt erschlägt nicht. Die Karriere wird in wenigen Stunden durchgespielt. Dann gibt es noch den freien Modus, doch auch da ist die Auswahl an Kämpfern eher begrenzt und auch die einstellbaren Faktoren für die Kämpfe sind eher zu wenig. Langzeitmotivation könnte der PvP Modus bieten, doch da weiß man natürlich noch nicht, ob sich da genug Spieler zusammenfinden…

Beim Preis von ca. 25€ kann man sich definitiv den Kauf überlegen. Man bekommt auf jeden Fall ein paar Stunden Spielspaß mit perfektem Gameplay! 

Tim
PlaysiLounge

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