PlayStation VR – Hands-on-Preview

Auf der vergangenen PSX durften wir endlich Hand anlegen, besser gesagt die „Brille“ aufziehen.
PlayStation VR stand im Mittelpunkt der Presseveranstaltung und wir waren natürlich vor Ort, um die kommende VR-Brille ausgiebig zu testen.

Hardware


Das Gerät an sich fühlt sich relativ wertig an. Das Gewicht scheint ideal zu sein – auch nach längerer Spielzeit kein Drücken oder Ähnliches. Verstellmöglichkeiten gibt es drei: Den Kopfbügel kann man je nach Kopfgröße anpassen, das Display kann nach vorne oder hinten verschoben werden (umso näher am Auge dran, umso intensiver wird die Erfahrung), um u.a. die Schärfe einzustellen und zu guter Letzt ist ein Rädchen angebracht, mit dem ihr die Brille noch enger einstellen könnt.
Die VR-Brille habt ihr also binnen weniger Minuten passend auf eurem Kopf, damit es auch zügig losgehen kann.





120Hz für eine flüssige Spielerfahrung

Spielerfahrung


Wir haben folgende VR-Spiele testen dürfen: EVE: Valkyrie, Battlezone, RIGS, The London Heist, Into The Deep und Until Dawn: Rush of Blood.
Schon nach den ersten Sekunden war ich doch überrascht, wie klar die Qualität/Auflösung dargestellt wird. Von wegen zu geringe Auflösung oder zu wenige Bilder pro Sekunde – in dieser Hinsicht gibt es nichts zu meckern.

Das Gefühl, das die VR-Erfahrung bietet, ist einzigartig. Der Sci-Fi-Shooter EVE: Valkyrie war zuerst an der Reihe und schickte mich direkt ins Weltall. Ich war erstaunt, wie realistisch VR sich anfühlt. Zum Nebenmann sagte ich nur: „Verrückt, ich fühle mich mittendrin!“ Der andere Sci-Fi-Shooter Battlezone bot mir ebenfalls spaßige und erstaunliche Action, die mich nicht losließ. Weniger Gefallen fand ich leider am Ego-Shooter RIGS. Das lag nicht am Gameplay an sich, sondern hauptsächlich an der aufkommenden Übelkeit. Das ständige (sehr hohe) Springen konnte mein Körper nicht verarbeiten und somit musste ich diese Erfahrung relativ schnell abbrechen. Dazu muss ich erwähnen, dass ich in dieser Hinsicht nicht anfällig bin, sprich noch nie Probleme mit „Motion Sickness“ hatte. Ihr solltet also speziell schnelle und „sprunghafte“ Spiele vor dem Kauf testen!

Nach einer kurzen Verschnaufpause traute ich mich an The London Heist ran und ich bereute es nicht. Vor allem durch die Move-Controller bekam ich eine Erfahrung geliefert, die ich nicht so schnell vergessen werde. Man fühlte die Waffe förmlich, womit der Spaßfaktor enorm in die Höhe schnellt. Die Übelkeit blieb hier zum Glück aus und somit ging ich direkt rüber zum Unterwasserabenteuer Into The Deep. Man schaute zwar nur zu und spielte nicht, doch trotzdem haute mich diese Session vom Hocker. Kommt der Hai näher, bekommt man es ein wenig mit der Angst zu tun. Rammt er gegen deinen Käfig, könntest du vor Angst schreien. Und diese Grafik erst! Der Käfig und die Umgebung sehen real aus, wirklich REAL! Ein unvergessliches Erlebnis, auf das ihr euch schon jetzt freuen könnt.




Into The Deep


Es geht jetzt nicht mehr besser? Falsch gedacht. Der Horror-Shooter Until Dawn: Rush of Blood überzeugte mich endgültig von der VR-Technologie. Wieder mit Move-Controllern bewaffnet, fuhr ich die Gleisen entlang, mitten durch die Geisterruine. Was ich darin erlebte, machte mich sprachlos: eine wunderschöne Optik und beängstigende Atmosphäre, gepaart mit einem ungemein hohen Spaßfaktor. Drückt man mit dem Move-Controller ab, fühlt es sich so an, als ob man tatsächlich auf die Geister bzw. maskierten Gegner feuert. Man spürt die Monster regelrecht! Auch die Schieß- und Zielmechanik ist gelungen, sprich man trifft das anvisierte Ziel. Es ist also ein nie da gewesenes Spielgefühl, das zeigt, was uns in den nächsten Jahren erwartet!




Until Dawn: Rush of Blood


Fazit


Es war ein aufregender Tag, den wir auf der PSX verbringen durften. Und das war hauptsächlich einer Sache geschuldet: PlayStation VR
Unglaubliche Minuten erlebten wir mit dieser 400 Euro-teuren VR-Brille. Auf der einen Seite steht das Thema „Motion Sickness“, das man auf keinen Fall unterschätzen darf. Auf der anderen Seite dieses reale Spielgefühl, das euch in eine ungemein spaßige Welt katapultiert. Vor allem Horrorspiele besitzen großes Potenzial im VR-Bereich. Steigen in Zukunft noch große Publisher in die VR-Branche ein (einige sind ja schon am Entwickeln), dürfte sich PlayStation VR unterm Strich durchsetzen.
Wir können es jedenfalls kaum erwarten, im Oktober so richtig loszulegen!


Tipp: Testet die VR-Brille und vor allem die Spiele vor einem Kauf. Der Spaß geht nämlich schnell verloren, wenn ihr während einer Session damit zu kämpfen habt, euch nicht übergeben zu müssen.


Marco
PlaysiLounge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.