2016 ist das Jahr von Virtual Reality! So gab es auf der gamescom 2016 zahlreiche Möglichkeiten VR zu testen. Drei Möglichkeiten habe ich wahrgenommen und Farpoint, Robinson: The Journey und Resident Evil 7 getestet.
 
FARPOINT
 
Ich war im Vorfeld wirklich sehr gespannt auf Farpoint, da ich unbedingt das Gefühl mit dem Gewehr testen wollte. Zudem war Farpoint die erste VR-Erfahrung, in der ich mich selber bewegen muss und nicht in einem Cockpit sitze.
Ich wurde also zum Spielstand von Farpoint durchgewunken und der Mitarbeiter hat mir den PSVR Aim Controller erklärt. Eine Besonderheit ist, dass es vorne einen Analogstick gibt, mit dem man sich durch die Welt bewegt.
Bevor ich nun zu meinen Eindrücken komme, erst einmal etwas Allgemeines zu Farpoint:
Farpoint wird von Impulse Gear entwickelt und wird exklusiv für PlayStation VR erscheinen. In dem Weltraumabenteuer stürzt man auf einem feindseligen Planeten ab und muss nun ums Überleben kämpfen und die Geheimnisse des Planeten lüften. Dabei muss man immer in Bewegung bleiben und das Schicksal des Teams ergründen.
Das Besondere an Farpoint ist die Unterstützung des PS VR Aim Controllers. Dieser wurde nicht ausschließlich für Farpoint entwickelt, jedoch ist dieses das erste Spiel, welches diesen unterstützt. Damit soll es möglich sein möglichst präzise und realistisch zielen zu können und so Monster zu besiegen.
Nun meine Erfahrungen: Man beginnt die Demo indem man einmal schießt. Ich erscheine also in der Welt und muss mich nun vortasten. Ich gehe nach vorne und mein Körper möchte mit nach vorne. Das gleiche bei seitlichen Bewegungen. Ich verspüre ein leichtes Schwindelgefühl, doch je länger ich spiele, desto mehr gewöhne ich mich daran und desto besser kommt man mit dem Spiel klar. Der Mitarbeiter meinte danach auch zu mir, dass es nach mehrmaligen Spielen kein komisches Gefühl mehr gibt. Zwar kann ich diese Aussage nicht bestätigen, aber ich kann es mir gut vorstellen, da es sogar im ersten Durchgang mit der Zeit schon besser wurde.
Wie ist das Gefühl mit dem PSVR Aim Controller? Es ist fantastisch. Man schießt tatsächlich dahin, wo man möchte. Genau wie in London Heist mit den Move Controllern funktioniert das hier nur mit einem weitaus realistischeren Gefühl. Insgesamt ist es richtig cool z.B. andere Waffen nicht mit einem Knopfdruck sondern mit Bewegungen mit der Waffe aufzunehmen und auch allgemein das Gefühl mit der Waffe in der Hand ist besonders am Anfang richtig gut. Irgendwann denkt man gar nicht mehr an die Waffe und spielt nur noch und bei der Immersion hilft der PSVR Aim Controller ziemlich gut! Es ist zwar sehr simpel, jedoch macht es unglaublich Spaß ein Gewehr in der Hand zu haben und damit dann Spinnen abzuschießen. Wäre Farpoint ein normaler Shooter, würde er nicht viel Aufmerksamkeit genießen, aber durch VR ist dies ein völlig neues Erlebnis und macht unglaublich viel Spaß!
 
ROBINSON: THE JOURNEY
 
Robinson zeigte sich im Vorfeld mit einer beeindruckenden Technik mit einer detailreichen und grafisch aufwendigen Welt. Da war ich natürlich gespannt, ob das auch hinter den Linsen so aussieht.
Robinson: The Journey wird von Crytek entwickelt und auch nur exklusiv für PlayStation VR erscheinen. Weiterhin ist es auch als Launchtitel bestätigt! In Robinson: The Journey spielen wir den Jungen Robin der auf einem fremden Planeten gestrandet ist und nun einen Ausweg finden muss und dabei die Geheimnisse des Planeten in der Zeit des Jura. Ein kleiner schwebender Roboter hilft uns dabei die Umgebung zu erkunden.

Nun meine Erfahrungen: Dieses Mal sitze ich in einem bequemen Sessel und bekomme das Headset aufgesetzt. Ich gehe im Spiel los und bewege den rechten Stick nach rechts. Es kommt keine flüssige Bewegung, wie man es von “normalen” Spielen kennt, sondern man dreht sich nun mit 30° Schwenks. Es fühlt sich aber sofort gut an und man gewöhnt sich in Sekunden daran. Dies ist wohl eine Möglichkeit sich effizient durch die Spielwelt zu bewegen ohne Motion Sickness zu bekommen. Man kann seinen Weg weiterhin mit dem Kopf kontrollieren, jedoch wird es nach einer Zeit unbequem mit dem Kopf durchgehend nach links zu schauen, nur damit man nach links geht. So ist es einfach bequemer und hat die VR-Erfahrung für mich um einiges angenehmer gemacht. Man bemerkt sofort die wirklich detaillierte Spielwelt und das langsame, aber angenehme Spieltempo. Die Mitarbeiterin von Crytek hat mir gesagt ich soll mich mal umgucken und es genießen. In der Tat. Genießen ist das richtige Wort. Man bewegt sich langsam auf dem fremden Planeten und die Spielwelt wirkt richtig lebendig. An einer Steilwand angekommen soll ich diese hochklettern. Ich gucke auf die herausragenden Steine und kann sie mit L2/R2 greifen. Und wortwörtlich: Ich gucke auf die Steine. Ein unglaublich tolles und intuitives Gefühl. Da stört es auch nicht, keine Move-Controller zu haben. Beim Spielen vergisst man schnell ihre Existenz, da sich das Spiel mit dem Dualshock 4 tadellos gespielt hat und keine Wünsche offen bleiben. Ein anderes Gameplay-Element ist das Multifunktionstool. Damit kann man Gegenstände aufheben, sie werfen oder Gegenstände scannen. Auch hier wird alles wieder mit dem Blick gesteuert. Das funktioniert nicht nur sehr gut, es macht auch unglaublich viel Spaß, da es noch etwas ganz neues ist mit der Spielwelt mit dem Blick zu interagieren!

Nun nochmal zur Technik: Das Spiel kommt lange nicht an die Qualität der Trailer ran, jedoch sieht es auch mit dem Headset wirklich sehr gut und detailliert aus und macht einen rund um guten Eindruck. Schaut man manchmal auf den Boden erwarten einen verwaschene Texturen, die jedoch nicht weiter stören. Zum Ende der Demo steht man vor dem Abgrund und kann den Ausblick genießen. Atemberaubend! Überall bewegen sich die Bäume, Dinos kommen hervor und fliegen davon. Dort sieht es wirklich richtig toll aus und man vergisst schnell, dass es nur ein Spiel ist!
 
RESIDENT EVIL 7
 
Auf Resident Evil 7 hab ich mich unglaublich gefreut, da es wohl das erste “richtige” Spiel ist, welches komplett VR kompatibel ist. Resident Evil 7 spielt nach den Ereignissen aus Resident Evil 6. Man wird auf eine verlassene Plantagenvilla im ländlichen Amerika versetzt. Jeder Schritt könnte deinen Tod bedeuten und das in einer Art, wie es Resident Evil bisher noch nie geschafft hat.
Nun zu meinen Erfahrungen: Man setzt sich in den Stuhl und bekommt das Headset aufgesetzt. Jetzt beginnt erstmal ein VR-Tutorial. Oft wird betont, dass man sehr viel einstellen kann, damit einem nicht schlecht wird und das Erlebnis perfektioniert werden kann. Die Steuerung ist exakt die gleiche, wie bei Robinson. Wieder mit 30° Schwenks zur Seite. Auch das Tempo ist ähnlich langsam. Wieder kein Anzeichen von Motion Sickness. Ich bin überzeugt, dass es aufgrund dieser 30° Schwenks ist. Der Mitarbeiter meinte zu mir er fände flüssige Schwenks besser, jedoch denke ich, dass diese Motion Sickness verursachen können. Bei einem flüssigen Bewegen des Kopfes durch den rechten Stick denke ich ,dass es verwirrend sein könnte, da es dann das gleiche ist, als wenn man sich mit dem VR-Headset umschaut. Mit den Schwenks aber geschieht dies so kontrolliert, dass man genau weiß, was nun kommt und es ist wirklich angenehm beim Spielen, da es das Bewegen mit dem Kopf und dem Controller wirklich einfach macht. Diese Schwenks sind schwer zu erklären. Man muss es wirklich mal selber testen, um zu sehen, dass es nicht stört.
Nun gut, weiter zur Demo. Ich denke da muss ich nicht viel zu schreiben, da es exakt die gleiche ist, wie die aus dem PSN. Ich bewege mich langsam durchs Haus und schaue mich nochmal deutlich mehr um, als in der “normalen” Demo einfach weil es intuitiver ist und VR noch etwas neues ist, was man anfangs noch mehr austestet, als später beim normalen Spielen. Bei Resident Evil 7 hatte ich durchgehend ein gutes Gefühl und als ich mir vor Augen geführt habe, dass es ein vollwertiges Spiel mit einer, für mich, perfekten VR-Erfahrung wird, macht es umso mehr Spaß, da VR bei Resident Evil die perfekte Ergänzung ist und nicht nur wie eine Spielerei wirkt. Andere Spiele schöpfen eventuell mehr von der Technik und haben Features, die Resident Evil 7 nicht hat, jedoch wird man ein perfektes und wohl längeres Erlebnis in VR genießen können.
Auch hier muss ich etwas zur Technik sagen: Allgemein gibt es da nichts auszusetzen und besonders Lichteffekte sehen wirklich toll aus in der virtuellen Welt. Beim Anspielen war das Bild jedoch sehr am Flimmern und man hat sehr viele “Treppeneffekte” bemerkt. Auch hier merkt man das besonders am Anfang, wenn man noch nicht komplett vom Spiel verschlungen wurde, jedoch kann man nur darauf hoffen, dass dies bis zum Release im Januar 2017 noch verbessert wird. Ich denke die oberste Priorität war es erstmal ein angenehmes VR-Erlebnis zu erschaffen und erst dann werden Grafik und andere Sachen optimiert. Später hat es nicht mehr gestört und auch waren meine Augen noch das saubere Bild von Robinson gewöhnt.
 
FAZIT
 
Die gamescom 2016 hat perfekt gezeigt, dass VR bereit ist. Viele Spiele sind noch in der Entwicklung, jedoch sind auch schon einige fertig für den Release im Oktober. Nachdem ich diese Spiele angespielt habe und jetzt ein paar Tage vergangen sind, habe ich sofort wieder Lust genau die gleichen Demos und noch weitere zu testen! Es bleibt auch nach mehrmaligen Tests immer noch ein besonderes Erlebnis und zeigt tatsächlich die Zukunft des Gamings!
 
Tim
PlaysiLounge

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