Call of Duty: Black Ops 3 Review

Im November letzten Jahres war es wieder soweit und es erschien der mittlerweile zwölfte Teil der Call of Duty Reihe. In den vergangenen Jahren ging es jedoch bergab für die Spiele. Viele Gamer hörten auf die Reihe zu spielen oder blieben beim vergangenen Teil und spielten diesen weiter. Mit Call of Duty: Black Ops 3 sollte sich alles ändern und die Reihe wieder zu alter Stärke zurück verhelfen. Hat Treyarch das geschafft? Dies und noch vieles mehr erfahrt ihr in diesem Test!

Story


Zur Story von Call of Duty: Black Ops3 darf ich eigentlich gar nicht viel erzählen, sonst lauft Ihr Gefahr fiese Spoiler zu erfahren. Die Kampagne sollte man am Besten selbst erleben. Ich habe selten eine Kampagne gespielt, in der die Geschichte so ungewöhnlich und wirr erzählt wird. Es gibt insgesamt elf Missionen, die man alle zu jeder Zeit wirr durcheinander spielen kann, aber auch mit der richtigen Reihenfolge folgen die Missionen keiner klaren Zeitabfolge. Erst im Laufe der Story werden uns viele Dinge klar und am Ende setzt sich alles zu einem Ganzen zusammen (mehr oder weniger). Doch diese Erzählweise ist nicht zufällig. Sie harmoniert perfekt mit der Thematik. Wir spielen in der Zukunft und müssen uns fragen, ob das alles jetzt wirklich passiert oder wir es uns nur in unserem Kopf vorstellen. Die Technik ist weit fortgeschritten. So ist es dann schon so, dass wir nicht mal unserem Verstand und unseren Augen trauen können! Zum ersten Mal kann man auch die Kampagne in Call of Duty zusammen mit Freunden spielen!

Gameplay


Das Gameplay ist typisch Call of Duty, doch das ist nichts Schlechtes. Wie gewohnt bietet das Spiel ein schnelles Gameplay mit einem leichten Waffenhandling. Neu dazugekommen sind aber die Spezialisten. Diese sind „Charaktere“ im Onlinemodus, welche spezielle Fähigkeiten besitzen, wie z.B. einen Flammenwerfer als Spezialwaffe oder auch eine verstärkte Rüstung. Mehr zu den Spezialisten gibt es aber im Abschnitt „Multiplayer“. Die aus Call of Duty: Advanced Warfare bekannten Sprünge mit dem Exoskelett gibt es nun nicht mehr. Jetzt gibt es sogenannte „Thrust Jumps“. Das sind nun nicht mehr Doppelsprünge, sondern man hat einen Balken und wenn dieser Balken noch etwas Energie hat, kann man höher springen. Im vergangenen CoD war es so, dass diese Jumps meiner Meinung nach weder gut ins Gameplay eingearbeitet, noch gut für die Maps optimiert wurden. Nun merkt man aber, dass die Maps wirklich gut mit den neuen „Thrust Jumps“ harmonieren und sie auch gut ins Gameplay eingearbeitet wurden. Dieses Mal passt so ziemlich alles gut zusammen! Eine weitere Neuerung ist es, dass man nun schwimmen kann. Allgemein ist das Gameplay so ausgelegt, dass man die Waffe immer benutzen kann. So ist es, dass man auch beim Schwimmen schießen kann. Das bringt neue Möglichkeiten im Mapdesign und auch neue tolle Killcams! Zusätzlich zum Schwimmen gibt es nun auch Wall Runs. Diese bringen, wie der Name schon sagt, das Wandlaufen ins Spiel. Natürlich kann man auch dort mit der Waffe schießen.

Technik


Viele Jahre wurde gesagt, dass Call of Duty endlich eine neue Engine benutzen soll. Call of Duty: Black Ops 3 hat aber eine solide Technik. Es läuft auf der PS4 flüssig mit 60 FPS bei 1080p. Die Grafik ist insgesamt recht zufriedenstellend. Die Maps sind detailliert und sehen allesamt gut aus. Zwar ist bei den Effekten noch Luft nach oben, aber ich würde behaupten Call of Duty sieht dieses Mal ziemlich gelungen aus!
Der Sound ist mal wieder klasse! Besonders im Multiplayer kann man Gegner gut orten und Explosionen hören sich auch gut an. Die Waffen hören sich alle ziemlich unterschiedlich an und klingen dabei alle recht ordentlich!


Zombiemodus


Viele Spieler freuen sich immer auf den Zombiemodus. Manche kaufen das Spiel sogar nur für diesen. Und eigentlich gibt es nicht viel zu sagen. Der Zombiemodus ist auch in diesem Teil wieder grandios. Es gibt zwar nur eine Map (ohne Season Pass), aber diese vergrößert sich im Verlauf des Spiels zunehmend durch neu geöffnete Tore. Das Spiel folgt dabei dem bewährtem Prinzip: Töte alle Zombies einer Welle und du kommst in die nächste Runde. Es gibt nun Kaugummis, mit denen man permanente Vorteile freischalten kann! Natürlich funktioniert auch dieser Modus wieder im 4er Koop!

Multiplayer


Auch der Multiplayer war in den letzten Jahren ziemlich verrufen. Entweder hat er einfach keine Motivation durch das Gameplay geboten oder die Maps waren ziemlich schlecht designed, so dass man an jeder Ecke an Campern vorbeigelaufen ist! Dieses Mal sollte sich alles wieder ändern und an den Erfolg von Call of Duty: Black Ops 2 anknüpfen! Eine Sache mal vorweg: Das ist Treyarch gelungen! Dieses CoD macht online wirklich wieder langfristig Spaß und man drückt gerne den Prestige-Button. Die Maps folgen dem Drei-Wege-System. Das war auch schon in Black Ops 2 der Fall. Man hat also einen Weg in der Mitte und jeweils einen an jeder Seite. Dieses System ist bewährt und funktioniert sehr gut! Auch gibt es maximal zwei Ebenen für die „Thrust Jumps“. So sind die Jumps nicht übertrieben und es entsteht Verwirrung durch zu viele Ebenen. Auf nahezu jeder Map gibt es eine Stelle mit Wasser, sodass dort auch geschwommen werden kann. Auch gibt es wirklich viele Wände für die Wall Runs. Allgemein muss man aber sagen, dass diese neuen Möglichkeiten, wie die Wall Runs eher Nachteile bringen und man doch eher im Vorteil ist, wenn man das Spiel „normal“ spielt. So ist es des Öfteren so, dass man Gegner besser töten kann, wenn sie an der wand laufen und man selbst nicht.
Vorhin habe ich die Spezialisten angesprochen. Diese geben dem Charakter ein anderes Aussehen und bringen gewisse Zusatzmöglichkeiten. So gibt es einen Flammenwerfer, einen Bogen oder die Möglichkeit eine zusätzliche Panzerung für den Körper zu aktivieren (was nur ein paar der Spezialisten sind). Diese Fähigkeit lädt sich während dem Spielen immer wieder auf und ist diese aufgeladen, kann man sie einsetzen. Das geht dann nur bis die Munition leer ist oder die Zeit für die Spezialfähigkeiten abgelaufen ist. Auch diese Fähigkeiten sind gut in das Gameplay eingearbeitet und machen auch viel Spaß.
Wie in jedem Call of Duty gibt es natürlich auch Abschussserien. Diese sind nicht zu overpowered und sind von der Funktionsweise bekannt aus den anderen CoD Spielen.


Fazit


Call of Duty: Black Ops 3 hat mir viel Spaß gemacht! Die Story war unterhaltsam und auch der Zombiemodus macht viel Spaß! Der Multiplayer ist endlich wieder der Schritt in die richtige Richtung. Es ist Geschmackssache, ob man die Fähigkeiten, wie die Spezialisten oder die „Thrust Jumps“ mag, aber man kann nicht abstreiten, dass diese gut in das Spiel eingebaut wurden. Auch bekommt man richtig viel Inhalt, wenn man sich das Spiel kauft (auch ohne Season Pass). Im Endeffekt kommt es dann auf die individuelle Person an, ob man diese Fähigkeiten und das Zukunftssetting mag und allgemein auf schnelle Spiele steht.

Kaufempfehlung: JA!
Auszeichnung: –

Tim
PlaysiLounge

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