Nach vielen Jahren des Wartens bringt das Entwicklerteam von Creative Assembly in Zusammenarbeit mit Publisher Sega die Fortsetzung des gefeierten Survival-Horror-Titels auf den Weg. Auf der diesjährigen gamescom bot sich erstmals die Gelegenheit, eine rund 30-minütige Demoversion von Alien: Isolation 2 anzuspielen und einen fundierten Ersteindruck vom aktuellen Entwicklungsstand zu gewinnen.

Worum geht es im neuen Teil?
Spielerisch und thematisch bleibt das Projekt den Stärken des Vorgängers treu. Das Geschehen wird erneut aus der immersiven First-Person-Perspektive erlebt, wobei die klassischen Kernmechaniken des Genres im Mittelpunkt stehen: vorsichtiges Schleichen, ein durchdachtes Einteilen der knappen Ressourcen sowie das ständige Ausweichen vor der tödlichen Bedrohung durch den Xenomorph. Der auf der Messe gezeigte Spielabschnitt versetzte die Spielfigur in das düstere, weitläufige Wrack eines abgestürzten Raumschiffs. Bei der Suche nach Hinweisen auf potenzielle Überlebende entwickelte sich die Erkundung der finsteren Korridore schnell zu einem nervenaufreibenden Katz-und-Maus-Spiel.

Mein Ersteindruck aus der Demo
Obwohl sich der Titel gegenwärtig noch in einer frühen Produktionsphase befindet, hinterlässt die spielbare Fassung bereits einen technisch sauberen Eindruck. Die Steuerung reagiert präzise und vermittelt ein angenehm flüssiges Bewegungsgefühl. Visuell überzeugt das Spiel vor allem durch ein atmosphärisches Zusammenspiel von Licht und Schatten, das die beklemmende Raumschiffkulisse wirkungsvoll in Szene setzt. Eine positive Überraschung für eine Messefassung in diesem Stadium stellte zudem die Tatsache dar, dass die gezeigte Sequenz bereits mit einer vollständigen und stimmigen deutschen Synchronisation ausgestattet war.
Auch die auditive Gestaltung trägt maßgeblich zur dichten Atmosphäre bei. Das ständige Knarzen der Schiffswände, ferne Schritte und subtile Soundeffekte erzeugen von der ersten Minute an ein anhaltendes Gefühl der Verunsicherung. Der Moment, in dem die ikonische Kreatur schließlich zum ersten Mal in Erscheinung tritt, liefert den erwarteten Nervenkitzel. Dennoch offenbarte die Anspielsession eine kleine Schwäche im Spannungsbogen: Während die Grundstimmung durchgehend bedrückend bleibt, fehlte es in der halben Stunde an echten, dynamischen Schockmomenten. Der Aufbau zielt gekonnt auf eine stetig wachsende Anspannung ab, lässt jedoch den pointierten Höhepunkt in diesem Abschnitt noch etwas vermissen.

Mein Fazit zum ersten Hands-On von Alien Isolation 2
Insgesamt hinterlässt die gamescom-Demo von Alien: Isolation 2 einen ausgesprochen vielversprechenden Eindruck. Das Entwicklerteam fängt den charakteristischen Terror des Erstlingswerks gekonnt ein und überträgt das klaustrophobische Spielgefühl erfolgreich auf das neue Szenario. Wenn es Creative Assembly gelingt, das Pacing in der finalen Version punktuell noch mit unvorhersehbareren Schreckmomenten zu verfeinern, steht Fans des Genres eine qualitativ hochwertige Fortsetzung bevor.
Hier gibt es weitere Infos zu Alien: Isolation 2.

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